Tokio Hotel
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Kapitel 53

Ich war so in Gedanken,dass ich gar nicht bemerkte,dass mein Telefon klingelte.

Ich sprang auf und hetzte gerade noch rechtzeitig dran. „Ja?“,keuchte ich ins Telefon. „Hey Vani…ich bin’s Tom“. Ein Lächeln erschien auf meinen Lippen. „Hey Tom…“. „Na…wie geht’s der schönsten Frau der Welt,die vor 4 Tagen meinen Sohn zur Welt gebracht so?“. Etwas verwundert sah ich das Telefon an. „Ja…gut…und dir?! Was hast du denn so gute Laune?“. „Naja…hatten heute nen guten Tag…das Konzert war gut,das Interview davor auch und ja…das Fotoshooting ebenfalls…was will man mehr?“. „Den Freund an seiner Seite“,murmelte ich. „Was?“. „Is schon gut…nix“. Ich hörte Tom seufzen. „Vani,du weißt,wie gern ich euch dabei hätte…ich vermisse dich doch genau so..dich und unseren Kleinen…aber es geht nun mal nicht…Tyler is eifnach noch zu jung…aber ich versprech dir,wenn Tyler größer is,kommt ihr mal mit für ein paar Wochen“,versprach er. Diesmal war ich es,die seufzte. „Also gut…wann kommt ihr denn wieder?“. „In ein paar Wochen,Schatz…in ein paar Wochen“. Wieder seuzfte ich. Wie ich es hasste! „Aber ich hab gehört,ihr habt eine Wohnung gefunden?“,wechselte Tom schnell das Thema. Typisch! „Ja…und wir haben sie schon unterschrieben,weißt du ja auch“,antwortete ich schnell. „Ja…das is toll…bin gespannt,wie sie aussieht…wir kommen ja erst wieder,wenn ihr schon längst drinne seid…is das eigentlich wirklich oke,wenn Bill mit einzieht?“,sprudelte es aus ihm raus. „Na klar…müssen wir halt gucken,wie wir das machen,wenn Tyler älter is“. „Ja…ach das wird schon…“,sprach Tom uns Mut zu. „Erst is doch erst 4 Tage alt…“,fügte er noch hinzu.

Wir redeten dann noch ein wenig,dann legten wir auf. Halbwegs müde sah ich nochmal nach Tyler,der friedlich schlummerte,und ging danach selbst schlafen.

Am nächsten Tag war ich mit Holly & Andi zum Möbel kaufen verabredet.

Holly & ich warteten schon eine Weile auf Andi. Er musste bis gerade eben noch arbeiten und musste von seiner Arbeitsstelle dann erst zum Möbelhaus fahren.

„Oh man…ich hasse es,wenn er zu spät kommt“,meckerte Holly. „Reg dich doch nicht so auf…er is ja entschuldigt“,beruhigte ich sie. Sie schnaufte nochmal,sagte aber nichts mehr.

Und als er endlich nach einer viertel Stunde zu uns geschlendert kam,strahlte sie schon wieder. „Da bist du ja“,empfing sie ihn und küsste ihn direkt. „Sorry…mein Chef hatte noch was zu bereden und so…tut mir Leid“,entschuldigte er sich,während er mich umarmte. Dann beugte er sich über den Kinderwagen. „Na du kleiner Tom…er sieht Tom aber auch zum Verwechseln ähnlich“. Irretiert sah ich Andi an. „Naja…zumindest die Augen“,meinte Andi. Holly sah ebenfalls verwirrt aus. Bei seiner Geburt hatte Tyler doch grüne Augen gehabt! „Aber er hatte doch grüne Augen“,sprach Holly meinen Gedanken aus. „Ja,aber jetzt hat er dunkelbraune“,stellte ich geschockt fest,als ich ihm in die Augen sah. „Vielleicht habt ihr euch damals einfach nur verguckt…vor lauter Aufregung“,rätselte Andi. Holly und ich tauschten vielsagende Blicke aus,beließen es dann aber dabei. Aber ein ungutes Gefühl blieb.

Nach endlosen Stunden des hin und her laufen’s,hatten wir endlich alles ausgesucht,was wir brauchten: Schränke,Tische,Stühle,Badewannen,

Toiletten und sonstiges. Die Möbel hatten wir für in 2 Wochen zu der neuen Wohnung bestellt.

Erschöpft stellten wir alle fest,dass es anstrengender als erwartet war und dass wir dringend eine Pause brauchten.

„Auf zu Mecces“,grinste Andi. Lachend stimmten wir ihm zu und bogen die Straße zu McDonald’s ein.

Doch hätten wir gewusst,was uns jetzt erwartete,wären wir woanders hingegangen.

Wir waren kaum drin in dem Gebäude,da fingen unzählige Weiber an zu schreien. Ehe ich realisierte,dass Tyler & ich fotografiert wurden,griff Andi ein. Er zog schnell sein T-shirt aus und warf es über den Kinderwagen,sodass man Tyler nicht mehr sehen konnte. Dieser fing von dem Lärm anzuschreien. „Könnt ihr mal leise sein?“,rief Holly gegen das Gekreische an. Aber es half nichts. „KÖNNT IHR MAL DIE FRESSE HALTEN?“;schrie Andi dann. Und DAS wirkte. Etwas geschockt & eingeschüchtert verstummten sie. „Mein Gott…hier liegt ein Baby drin…wie kindisch seid ihr bitte?“,fragte Holly nun sauer. Ich war so geschockt von der Situation,dass ich gar nichts mehr sagen konnte. Ich drehte den Kinderwagen um und verließ McDonald’s. Andi & Holly folgten mir.

An einem nahegelegem Park hielten wir schließlich an. Andi zog sein T-shirt wieder an und ich nahm den noch immer wimmernden Tyler aus dem Kinderwagen und beruhigte ihn. „Is alles gut,mein kleiner Schatz…die blöden Ziegen sind weg“,sagte ich zu ihm und wippte ein wenig auf & ab. Holly streichelte ihm die Hand. „Bah,wie ich solche Mädchen hasse“,knurrte Andi wütend. „Und wer is dran Schuld? Die Presse!“,fauchte ich ebenfalls sauer. „Immerhin haben sie dich nicht direkt angegriffen…“,sagte Holly. Wir stimmten ihr zu. „Trotzdem…wenn sie jedesmal so reagieren,wenn Vani mit Tyler irgendwo auftaucht,geht das zu weit…da MUSS Tom sich was einfallen lassen,wenn ihm sein Sohn etwas bedeutet und das tut er“,sagte Andi bestimmt. Holly & ich nickten.

Da ich erstmal genug von fremden Menschen hatte,beschloss ich mit Tyler nach Hause zu fahren,was ich dann auch tat.

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Kapitel 54

 

Zu Hause traf ich meine Mutter im Wohnzimmer an. Nachdenklich saß sie auf dem Sofa und sah sich Foto’s an. „Hey Mum“,begrüßte ich sie und setzte mich mit Tyler auf dem Arm zu ihr. „Na meine Große…“,sagte sie ebenfalls und strich Tyler über den Kopf. „Was machst du da?“,fragte ich sie und beäugte die Fotos. „Es sind alte Babyfotos von dir…“,antwortete sie wehmütig. „Es is schwer für dich,dass ich ausziehe oder?“,erriet ich ihre Gedanken. „Natürlich is es schwer,Schatz! Ich mein,dann bin ich ganz alleine hier im Haus…aber mach dir darum keine Gedanken..du bist alt genug,um ein eigenes Leben zu führen. Du bist jetzt Mutter und hast eine Verantwortung zu tragen und diese sollst du in deinen eigenen 4 Wänden ausleben“. Ich lächelte sie an. „Seh es mal positiv: du musst dir nicht Tyler’s Geschrei anhören“,lachte ich dann. „Tyler’s liebevollen Gesang nennst du Geschrei?“,stieg sie mit ein. Aber ich wurde schnell wieder ernst. „Nein…für mich is alles toll,was er macht“,stellte ich fest. „Ja…das is die Mutterliebe…und genau deswegen,freu’ ich mich,dass du ausziehst…weil meine kleine Valentina dann ihr eigenes Leben führt“. Wir umarmten uns lange.

„Aber ich bin jetzt oben…Tyler muss ins Bett“. Wir sagten uns gute Nacht,dann ging ich samt Tyler nach oben.

Ich wickelte ihn & zog ihm einen anderen Strampler an. Dann knuddelte ich ihn nochmal & legte ihn dann ins Bett.

 

2 Wochen später war es dann auch schon soweit. Holly,Sue,Andi,Bill,Tom,Gustav,Georg,Jakob,

Frido & ich standen samt Tyler vor dem Wohnungsgebäude,welches nur ein paar Meter von Gustav’s Wohnung entfernt war.

„Und jetzt?“,fragte Frido. Wir sahen ihn an. Hinter uns türmten sich die Karton’s & Kisten. „Jetzt heißt es für uns Männer,Kisten schleppen & für die Mädels anfeuern“,grinste Georg und schnappte sich die erste Kiste. Nacheinander nahmen sich die Jungs die Kisten und dackelten im Gänsemarsch ins Gebäude. „Also ich finde umziehen ganz angenehm“,grinste Holly. Sie,Sue & ich sahen uns an und mussten lachen.

„Ich kann nicht mehr stehen“,sagte Holly und setzte sich auf einen Karton,der auch prompt in sich zusammen viel. „Och Holly“,brachte ich unter meinem Lachkrampf hervor. Sue konnte sich ebenfalls nicht mehr halten. „Irgendwas sticht mir in den Hintern“,quiekte Holly und hüpfte auf. „Kein Wunder,du bist ja auch in der Kise mit dem Besteck gelandet“,gackerte Sue. Holly rieb sich schmerzverzehrt den Hintern,während Sue & ich uns erstmal beruhigen mussten.

 

Nach etlichen Stunden des Schleppens machten die Jungs dann auch mal eine Pause. „Wollt ihr nicht schonmal rein? Das Babybett steht schon,dann könnte Tyli schonmal ins Bett“,sagte Tom japsend. „Okay…wir nehmen auch schonmal ein paar Kisten mit hoch,ne?“,sagte Sue zu Holly,die ihr zustimmte. Ich nahm Tyler aus dem Kinderwagen und folgte den anderen beiden Lady’s nach innen.

„Wow…die Wohnung is ja traumhaft“,sagte Sue begeistert und stellte die Kisten ab. „Tja…hier werden wir in Zukunft wohnen“,erinnerte Holly uns nochmal daran. Ich nickte zustimmend. Tyler fing auf meinem Arm an zu quängeln. „Ooooh…is der kleine Tyler müde?“. Sue stellte sich vor Tyler und streichelte seine kleine Hand. „Er is wirklich zu süß,Vani! Du kannst stolz auf deinen kleinen Racker hier sein“,lächelte sie. „Bin ich auch…“. Ich drückte Tyler einen Kuss auf. „Dann lass mal euer Schalfzimmer aufsuchen“,sagte Holly und machte einfach mal die nächst beste Tür auf.

Eine ganze Menge Kartons,eine Eck-Couch,ein Fernseher & ein kleiner Glastisch standen in diesem großen Raum. „Wohnzimemr würde ich sagen“,lachte Holly. Wir machten die näxhste Tür auf. Hier sah man sofort: das Badezimmer. Und wie immer fiel der Blick direkt auf die große Badewanne in der Mitte,die etwas erhöht stand und von 4 Marmorsäulen umgeben waren. „Das is ja geil“,sagte Sue begeistert. „Tja,scheiße dass du hier nicht wohnst,näh?“,neckte ich sie. „Ja,das is wirklich tragisch…aber ich komm euch jeden Morgen um 7 besuchen“,scherzte sie.

Aber die nächste Tür,die wor öffneten,schien die richtige zu sein. Ein Babybett,ein Doppelbett,ein großer Schrank und eine bunte Decke mit Auto’s waren hier zu finden. „Wir haben’s“,stellte ich fest und ging einfach mal rein. 

„Wow…hier haben sich die Jungs ja richtig Mühe gegeben die letzten Tage“,bemerkte Holly und deutete auf die Wand,welche in einem dezenten gelb gestrichen war. „Stimmt…richtig schnuckelig,euer Liebesnest“,grinste Sue.

Ich ging zu dem Babybett und legte Tyler dortrein. Er sah mich mit seinen nun braunen Augen an. „Schlaf gut,mein kleiner Engel“,flüsterte ich und deckte ihn ein wenig zu.

„Weißt du eigentlich,warum er jetzt braune Augen und nicht mehr helle hat?“,fragte Holly. „Ja,ich hab den Kinderarzt gefragt. Er sagte mir,dass alle Baby’s helle Augen haben und die wirkliche Augenfarbe erst nach und nach kommt…“,erklärte ich. „Achso…is ja krass“. Fasziniert sah Holly Tyler beim Schlafen zu. „Lass mal wieder rausgehen“,sagte Sue. Ich sah nochmal zu Tyler und ging dann ebenfalls raus.