Tokio Hotel
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Kapitel 51

„Ja…ich muss auch los“,sagte ich mit einem Blick auf die Uhr. „Okay…dann sehen wir uns demnächst irgendwann…“,sagte Steffi schwermütig. „Mhm…Schade,dass du bei Tyler’s Taufe nicht dabei sein kannst“. Sie nickte. „Naja…demnächst sehen wir uns garantiert wieder“. Wir umarmten uns herzlich. „Tschüss Tyler“. Meine Schwester knuddelte ihn noch kurz durch,bevor sie uns gehen ließ.

Ich schloss das Auto meiner Mutter auf,legte Tyler in den Autositz und stieg auf der anderen Seite ins Auto. „So,mein Kleiner,heute werden wir uns unser neues Zuhause anschauen“,sagte ich zu ihm und fuhr los.

Mega beeindruckt standen Holly & ich jetzt in dieser Traumwohnung.

Sie war wirklich traumhaft! Die Zimmer waren alle total groß & hell,die Küche war relativ troß & gemütlich,das Wohnzimmer sowieso und das Badezimmer großartig! Es hatte schwarze Fliesen,weißes Waschbecken und die Badewanne,die in der Mitte des Raumes stand,war etwas erhöht aufgestellt,also auf einem kleinen Podest und von 4 Marmorsäulen umgeben.

„Und was ist?! Nehmen Sie die Wohnung?“,fragte die Marklerin nun schon zum dritten Mal. Klar würden wir sie nehmen. Also Holly & ich,aber würden Tom & Andi sie auch nehmen?

„Ruf du ihn an“,sagte Holly und piekte mir in die Seite. „Wieso ich?“. „Na,is das mein Freund oder dein Freund?“,fragte Holly. „Holly…Andi is eindeutig DEIN Freund“. Wir mussten lachen. Wir hatten die Papiere unterschrieben und waren nun dabei,Andi anzurufen um ihm zu erklären,dass er in zwei Wochen in eine neue Wohnung einziehen würde. „Also gut,ich mach’s“. Mutig griff ich zum Telefon und wählte Andi’s Nummer. „Ja?“. „Andi…hier is Vani“. „Hey…was gibt’s…?“. „Du ziehst in 2 Wochen in eine neue Wohnung“. „Waaaas?“.

Mit zusammen gekniffen Lippen legte ich auf. „War er sehr sauer?“,fragte Holly vorsichtig. „Ach Quatsch…überhaupt nicht…“. Sarkastisch sah ich sie an. „Fuck…was hat er denn gesagt?“. Ich berichtete ihr kurz.

„Okay…dann ruf ich jetzt Tom an“,sagte sie dann. Ich sah sie verblüfft an. „Irgendwie unlogisch,was wir grad machen…ich hab deinen Freund angerufen & jetzt rufst du meinen an“,stellte ich fest und musste lachen. Sie lachte mit. „Stimmt…naja…dann mal los“. Sie nahm das Telefon und wählte Tom’s Nummer.

Leider konnte ich das Gespräch nicht mit verfolgen,da Tyler anfing zu schreien. Also ging ich zu ihm und nahm ihn aus dem Bett.

„Na mein kleiner Schatz…was hast du denn?“. Ich sah ihn an,als erwartete ich eine Antwort von ihm. Aber mit seinen 4 Tagen war er natürlich unfähig zu antworten.

„Armer kleiner Tyler“,murmelte ich und nahm ihn mit rüber zu Holly.

„Und?! Was hat er gesagt?“,fragte ich,als ich bemerkte,dass sie schon wieder aufgelegt hatte. „Geht klar…er war eigentlich total locker…aber es gibt da ein Problem“. Ich verdrehte die Augen und legte Tyler auf mein Bett. „Bill sollte ja mit in die WG…aber wir haben kein Zimmer…2 gehen schon für uns Pärchen drauf,eins für Tyler,dann noch das Wohnzimmer“. „Mhm…dann kommt Tyler eben für die ersten 3 Jahre zu Tom & mir ins Zimmer,dann kann Bill das eine Zimmer ja erstmal haben…und dann sehen wir weiter“,beschloss ich. „Stimmt…das is ne geniale Idee…ich frag die mal“. Holly nahm wieder das Telefon. „Okay…ich geh Tyler mal füttern“.

Damit ging ich in die Küche,wo ich Tyler’s Flasche fertig machte und ihn fütterte.

Kurz drauf kam Holly runter. Mit einem mega Strahlen im Gesicht. „Alles klar…in zwei Wochen ziehen wir in die neue Wohnunh“,grinste sie. „Das is geil…“,grinste ich zurück. „Dann haben wir bald eine WG mit einem kleinen Scheißer & einem Baby“,lachte Holly. „Ich hoffe mal,du meinst mit ‚Scheißer’ deinen Kerl“,drohte ich lachend. „Nene,dass war schon auf Tom bezogen“,konterte sie. „Duuu!“,sagte ich gespielt sauer und pfefferte ihr den Topflappen ins Gesicht. Lachend setzten wir uns an den Tisch und sahen Tyler beim trinken zu. Das machte mich nachdenklich. Bald würde mein neues Leben beginnen: mein Leben in einer eigenen Wohnung zusammen mit Freunden und mein Leben als Mutter von meinem 4 tage alten Sohn Tyler! Ich hoffte,dass ich das alles hinbekommen würde. Aber zunächst quälte mich das Wissen,dass ich meiner Mutter beichten müsste,dass ich schon in zwei Wochen nicht mehr hier wohnen würde!

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Kapitel 52

 

Es war Abends. Holly war schon gegangen,Tyler lag im Bett & schlief. Der perfekte Augenblick,um meiner Mum zu sagen,dass ich bald ausziehen würde. Aber als ich sie so alleine im Wohnzimmer sitzen sah,wie sie ihr Glas Rotwein trank,brach es mir das Herz.

Ich setzte mich trotzdem zu ihr.

„Na meine Große…“,lächelte sie. „Hey Mum“. „Was macht Tyler?“,fragte sie interessiert. „Er schläft…“,antwortete ich knapp. „Das is gut…sag mal…wie stellst du dir dein weiteres Leben vor? Also wie sieht’s mit einer Ausbildung und so aus?“. Ich musste schlucken. „Das weiß ich leider auch noch nich,Mum. Ich glaube,ich warte damit,bis ich Tyler in den Kindergarten geben kann“. Sie nickte. „Dann is gut…hast du was von Tom gehört?“. Allmählich kam ich mir ausgefragt vor. „Nein,bis jetzt noch nich…ich denke,ich rufe ihn morgen mal an“. „Alles klar…“. Ich wünschte ihr noch eine gute Nacht,dann ging ich nach oben und schlief sofort ein.

 

Gegen 8 Uhr morgens wachte ich zum mindestens 10ten Mal auf. Tyler hatte fast die ganze Nacht durchgeschrieen.

Da es jetzt eh schon 8 Uhr waren,beschloss ich endgültig aufzustehen und einen Spaziergang mit Tyler & Balduin zu machen.

Ich holte Tyler aus seinem Bett,wikelte ihn und zog ihn an.

Dann ging ich zusammen mit ihm runter,wo Balduin schon freudig wartete.

Ich legte Tyler in den Kinderwagen und nahm die Hundeleine vom Haken,damit ich Balduin anleinen konnte.

 

Mit Hund und Sohn verließ ich schließlich das Haus.

Nach ein paar Metern bog ich einen Feldweg ein,wo ich Balduin dann frei laufen ließ.

Der Spaziergang tat gut. Tyler schlief endlich wieder ein und ich konnte in Ruhe nachdenken,wie ich meiner Mum erklären sollte,dass ich in 2 Wochen ausziehen würde.

Das das total überflüssig war,bemerkte ich,als ich nach Hause kam.

Meine Mum saß in der Küche & sah totunglücklich aus. Ich ahnte Schlimmes!

„Da bin ich wieder“,sagte ich gespielt gutgelaunt.

„Du willst ausziehen?“. Sie hielt mir einen Zeitungsausschnitt hin. Es war die Anzeige von unserer Wohnung!

Schuldbewusst sah ich sie an. „Mum…ich wollte es dir gestern schon sagen“. Ihr traten die Tränen in die Augen. „Ich werde zusammen mit Tyler ausziehen und mit Holly,Tom,Andi & Bill in eine Wohnung in Magdeburg ziehen“.

Sie nickte betroffen. „Das freut mich für dich,mein Kind! Es fällt mir zwar schwer,aber irgendwann musste der Tag kommen,hm?“. Ich nahm sie in den Arm. „Und ich bin ja ganz in der Nähe…und du hast ja noh Balduin“,lächelte ich. „Ja…den habe ich“. Zärtlich streichelte sie ihm über den Kopf. „Wann ziehst du denn aus?“. „In zwei Wochen…“. Wieder nickte sie nur. „Kartons stehen noch unten im Keller…falls du Hilfse brauchst,sag’ Bescheid“. Damit stand sie auf,sah mich nochmal traurig auf und ging dann ins Wohnzimmer.

 

Nachdem ich Tyler & Balduin gefüttert hatte,legte ich Tyler schlafen und fing schonmal an,ein paar meiner Klamotten einzupacken.