Tokio Hotel
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Kapitel 47

*** Vani ***

„Aaaaaaaah“. Die Schmerzen wurden immer schlimmer.

„Tut mir Leid,Frau Malek,aber der Muttermund is noch nicht weit genug…das wird sicher noch ein-zwei Stunden dauern…wenn was is: die Klingel da klingelt mich an“.

Da gerade keine Wehe war,sah ich mich erstmal um,wer gerade da war. Da waren meine Mum,Simone,Andi & Sue.

Und gerade öffnete sich die Tür. Bill,Gustav und Tom kamen rein! „Was machst du denn hier?“,fragte ich aufgelöst. Tom stürzte zu mir zum Bett. „Tut mir Leid,was ich dir in letzter Zeit angetan hab,Vani…ich möchte doch für dich da sein…für dich und unseren Sohn“,lächelte er. Ich wusste nicht wieso,aber ich glaubte ihm die Worte. Ich nahm seine Hand und drückte sie sanft. Er beugte sich zu mir und küsste mich sanft. „Ich liebe dich“.

„Aaaaaaaaaaaah“. Eine neue Wehe. Tom sah mich geschockt an. „Das is nur eine Wehe,Tom,keine Angst“,grinste Andi.

Tom hielt ganz tapfer meine Hand,während die anderen versuchten,mir die Schmerzen so entspannend wie möglich zu machen.

Dann kam endlich ein Arzt rein. „So,Frau Malek,ein Kreissaal is für Sie frei geworden…wen der Leute hier wollen Sie denn bei Ihrer Geburt dabei haben?“. Ich sah zu Tom. Er lächelte mich an. „Ihn hier“,sagte ich dann. „Gut,die anderen können gerne mitkommen & vor der Tür warten“.

Ich wurde zum Kreissaal geschoben.

„Okay,Frau Malek. Wir geben Ihnen eine leichte Rückenmarkspritze,dadurch werden die Schmerzen weniger,okay?“. Ich nickte nur. Tom setzte sich auf einen Stuhl neben mich und küsste meine Stirn,auf der sich mittlerweile Schweißperlen bildeten.

„So…Frau Berbach hier wird sich jetzt weiter um Sie kümmern,aber ich bleibe ebenfalls hier“. Ich nickte wieder nur.

Frau Berbach nahm meine Beine auseinander und fuchtelte mir unten rum. „Frau Malek,wenn ich pressen sage,pressen sie & wenn ich ruhig sage,entspannen Sie sich,alles klar?“. „Ja…total“,presste ich raus. Ich sah wieder zu Tom. Er strich über meinen Kopf. „Wird alles gut,mein Schatz…bald sind wir Eltern“,lächelte er und küsste mich nochmal. „Pressen“,kam das Kommando von unten. Ich presste,so gut ich konnte.

„Guuuut…und entspannen!“. Ich versuchte,tief durch zu atmen und schloss meine Augen.

„Ach herrje…hier hat’s jemand eilig…pressen!“. Erschrocken über die plötzliche Wehe strengte ich mich an. Ich drückte wie wild auf Tom’s Hand rum.

Als die Wehe vorbei war sah ich ängstlich zu Tom. „Tom,ich hab Angst“,sagte ich leise. Er strich über meine Wange. „Wovor?! Dass du ein wunderschönes Baby zur Welt bringen wirst?“fragte er lächelnd. Ich musste ebenfalls lächeln. „Vor allem hab ich Angst“,antwortete ich. Er legte seinen Arm um meine Schulter und küsste meine Schläfe.

Die Minuten verflossen. Schon fast 3 Stunden war nun schon hier im Krankenhaus und versuchte,mein erstes Kind auf die Welt zu bringen.

*** Bill ***

Je mehr Minuten ergingen,desto nervöser wurde ich. „Mein Gott…solange kann das doch gar nicht dauern“,stöhnte ich. Meine Mum und Vani’s Mum fingen an zu grinsen. „Oh doch,Bill,sowas dauert“,grinste meine Mum schließlich. Auch Gustav,Georg,Sue,Holly,Jakob,Andi & Frido mussten grinsen. „Aber ich glaube,ich fahr jetzt…kann ich wen mitnehmen?“. Georg stand auf. „Ja,uns…“,sagte Andi und stand mit Frido ebenfalls auf. „Ich komm auch mit“,sagten Holly & Sue. „Nehmt es uns nich übel,aber wir können eh nichts tun…ruft uns an,sobald das Baby da is“,sagte Georg. „Okay…machen wir“.

*** Vani ***

„Gut,Frau Malek,sehr gut…noch ein bisschen…jaaa“.

Ich presste noch einmal so stark ich konnte und drückte Tom’s Hand ganz fest,dann hörte ich einen Babyschrei.

Mein Herz raste und mein Atem ging schnell. Tom beugte sich zu mir runter und küsste mich zärtlich. „Du hast es geschafft,mein Schatz“,flüsterte er. Ich schüttelte schwach den Kopf. „WIR haben es geschafft,Tom“,hauchte ich zurück. Wir küssten uns nochmal,bevor uns unser Baby auf meinen Bauch gelegt wurde. Ich schob vorsichtig die kleine Decke zur Seite und sah in ein strahelnd-grünes Augenpaar. „Guck mal…er hat deine Augen“,grinste Tom. Ich nickte fasziniert. „Das is unser Baby…unser Baby,Schatz“,flüsterte ich und sah zu ihm hoch. Er nickte und strich seinem Sohn über’s die Wange. Ich nahm die kleine Hand in meine Hand. Ich war mega stolz auf meinen kleinen Sohn.

„Wie soll der kleine denn heißen?“,fragte die Schwester,die gerade eben reingekommen war,und blätterte durch ein Formular.

„Mhm…darüber haben wir uns noch gar keine Gedanken gemacht“,bemerkte Tom und sah zu mir. „Such du einen Namen aus“,fügte er dann noch hinzu. „Mhm…nagut…er heißt Tyler“.

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Kapitel 48

Die Schwester,Hebamme und der Arzt ließen uns dann alleine.

Sofort kamen Mum,Simone,Bill,Gustav,Andi & Sue zu uns.

„Oh Gott…er is so süüüß“,quiekte Sue und alle stimmten ihr zu. „Er is wirklich wunderschön“,lächelte Simone. „Ja…das is er“,sagte ich stolz.

„Ich geh die anderen mal anrufen“,sagte Andi. Wir nickten. „Ja…wir lassen euch dann auch mal alleine…bis dann“.

Somit waren Tom & ich dann alleine…mit Tyler!

Ich war einfach nur überglücklich. Ich hatte einen gesunden,munteren und wunderschönen Sohn zur Welt gebracht und den tollsten Mann der Welt an meiner Seite,was wollte ich mehr?!

Ich spürte,wie die Anspannung von mir fiel und die Müdigkeit sich bemerkbar machte. „Du bist müde,oder?“,fragte Tom nachdem ich herzhaft gegähnt hatte. Ich nickte. „Dann geh ich mal…morgen holen wir euch dann hier ab“,grinste er und küsste mich. „Okay…dann bis morgen“. Wir küssten nochmal,er gab Tyler dann einen Kuss und verließ das Zimmer.

Aber ich blieb nich lange alleine,da kam eine Schwester mit einem Babybett herein.

„So,Frau Malek,da is das Bett für Ihren kleinen“,lächelte sie. „Dankeschön…“. Ich stand auf und legte Tyler ins Bett. „Brauchen Sie sonst noch etwas?“. „Ja…ein Glas Wasser wäre nett“,antwortete ich und gähnte nochmal. „Okay…bringe ich Ihnen sofort“.

Als ich aufwachte,stand das Glas Wasser auf dem Tisch neben mir. Ich stand langsam auf und trank es aus. Allerdings bemerkte ich erst viel zu spät,dass es keine Kohlensäure mehr hatte. Daraus schlussfolgerte ich,dass es wohl schon der nächste Tag sein musste. Als das Glas leer war ging ich zu meinem Sohn. Er schlief seelenruhig. Wie ein kleiner Engel sah der kleine Tyler aus. Ich strich ihm über den Bauch,wovon er wach wurde und zu schreien anfing. Ich nahm ihn raus und versuchte ihn,still zu kriegen.

Zum Glück kam die Schwester da gerade rein. „Ah…guten Tag,Frau Malek,da komm’ ich wohl gerade richtig“,grinste sie und gab mir die Flasche. „Dann füttern Sie mal Ihren Sohn“. Etwas hilflos hielt ich die Flasche vor Tyler’s Mund. Und er fing tatsächlich an,an der Flasche zu nuckeln. Stolz sah ich zu der Schwester. „Na also…gar nicht so schwer,hm?“. „Nein,das is es wirklich nich“,antwortete ich. „Achso,bevor ich es vergesse: Ihr Freund kommt gleich vorbei…er hatte gerade angerufen“. „Alles klar…danke…“.

Tom kam dann auch wenig später. Tyler war gerade wieder eingeschlafen.

„Hallo Schatz“,sagte er und küsste mich,dann Tyler. „Er schläft gerade,also psst“,grinste ich. Tom setzte sich leise neben mich und betrachtete sein Kind. „Wow…ich kann’s immernoch nich fassen,dass wir jetzt Eltern sind“,hauchte er. „Ja…Wahnsinn…“,stimmte ich ihm zu. „Magst du mal halten?“,fragte ich Tom dann. „Gerne“,antwortete er. Ich legte ihm Tyler sanft in den Arm.

„Er is mega süß“,bemerkte ich,als ich mich wieder setzte. „Er is ja auch ein kleines Du“,grinste Tom. „Ja…mit ganz viel Dir“,lachte ich leise,um Tyler nicht zu erschrecken. „Sag mal..is sein Name eigentlich ok?“,fragte ich dann,als mir auffiel dass Tom noch gar nichts dazu gesagt hatte. „Klar…ich find ihn sogar richtig cool…“,sagte Tom und küsste mich kurz. „Okay…wann fahren wir hier eigentlich weg?“,fragte ich dann weiter. „Wann du willst…und ich nehme mal an,schnell?“. Ich nickte zustimmend. „Okay…dann pack deine Sachen,ich pass solange auf Tyler auf“. Ich musste lächeln. Tom schien sich als Papa gar nicht so schlecht zu machen.

Da ich ja sozusagen mit einem Notfall ins Krankenhaus gekommen war,hatte ich auch nicht viel dabei. Eigentlich nur meine Handtasche und meine normalen Klamotten. Zum Glück hatte Tom mir frische Sachen mitgebracht.

„Wir können“,sagte ich,als ich fertig war. „Gut…dann nichts wie nach Hause“.

Hand in Hand und mit Tyler in der Tragetasche verließen wir das Krankenhaus.