Tokio Hotel
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Kapitel 43

Als ich am nächsten Tag aufwachte,waren es bereits halb 3 Mittags. Ich streckte mich. „Na…auch mal wach“. Erst jetzt bemerkte ich Tom der mit einem Tablett auf seinem Schreibtischstuhl saß und mich wohl die ganze Zeit beobachtet hatte. „Hast du etwa…?!“. „Jep…die ganze Zeit“,grinste er und kam mit dem Tablett zu mir herüber. „Hab uns Frühstück gemacht…“. Ich lächelte und küsste ihn sanft.

„Leute…jetzt bleibt doch mal ernst“,brachte ich mühsam unter einem Lachanfall hervor. Holly,Andi,Tom,Bill & ich standen in dem Babyladen,in dem ich vor ein paar Monaten schonmal mit Stella & Andi gewesen war. Und die Verkäuferin von damals hatte heute leider wieder Schicht und hatte sich Andi’s Gesicht wohl gemerkt,denn sie sah schon böse zu uns herüber. „Leute,benehmt euch“,lachte Holly,als Andi & Tom sich Mützen über gezogen hatten,die ihnen mind. 5 Nummern zu klein waren. „Vani komm mal her“.

Ich drehte mich in Bills Richtung und war froh,den albernen Kerlen zu entkommen. „Wie findest du die beiden?“. Der schlanke,große Schwarzhaarige hielt mir 2 Strampler hin. Einen in blau mit einer weißen Taube drauf,der andere war weiß mit einer blauen Taube drauf. „Bill,die sind sehr schön…die nehm ich auf jeden Fall“. Er lächelte. „Is irgendwie komisch hier Sachen für meinen Neffen zu suchen“,sagte er dann nachdenklich. „Ja…aber noch gruseliger is es für mich,Sachen für meinen Sohn zu suchen“,gab ich zurück. „Kann ich mir vorstellen…für Tom anscheinend nich“,bemerkte Bill und sah zu seinem Bruder,der immernoch mit Andi rumalberte. Holly stand daneben und lachte sich scheckig. Irgendwie machte dieser Anblick mich wütend. Mein Freund hatte seinen Spaß,während ich hier mit Bill stand und versuchte,unserem Baby was schönes zu kaufen.

Bill und ich suchten dann noch ein paar Sachen,bezahlten und verließen dann den Laden. Tom,Andi & Holly ließen wir einfach stehen.

„Vani warte doch mal“. Bill,der etwas hinter mir lief,kam angerannt. „Wo willst du jetzt hin?“,fragte er. „Keine Ahnung…irgendwo dahin,wo man mich unterstützt“,schnaubte ich. Bill kapierte,dass ich auf Tom anspielte & seufzte. „Komm,ich fahr dich nach Hause“. Er lenkte mich zum Auto und fuhr mich dann nach Hause.

„Danke für’s fahren,Bill“. Ich umarmte ihn zum Abschied. „Soll ich nich noch was reinkommen?“. Ich musste grinsen. „Okay,komm mit“.

Nun saßen wir da in meinem Zimmer,auf meinem Bett. Ich hatte meinen Kopf in seinen Schoß gelegt und meine Hände auf meinem Bauch plaziert. „Also allmählich komme ich in die Zeit wo ich hofffe,dass das Baby bald kommt“,stöhnte ich. Er grinste. „Ja…mittlerweile hab’ ich echt Angst,dass du platzt“,lachte Bill. „Du bist doof“. Ich schlug ihn leicht. „Aber selber“. Er pfefferte mir ein Kissen ins Gesicht. Wir sahen uns an und verfielen in ein lautes Lachen.

„Oh man…Bill?!“. Ich sah zu ihm hoch. „Ja,Vani?“. „Solche Momente sind einfach viel zu selten“. Er sah mich nachdenklich an. „Ja…du hast recht…viiiel zu selten“,stimmte er mir dann zu. Ich lächelte ihn an. „Ich hab dich lieb“. Er beugte sich runter und küsste mich auf die Stirn. „Ich dich auch,Dicke“. „Hey!“. Diesmal war er es,der ein Kissen ins Gesicht bekam. Wieder mussten wir lachen.

Es klopfte und Tom kam rein. „Hier seid ihr…mein Gott,ich hab mir Sorgen gemacht,Vani“. Ich sah ihn ungläubig an. „Können wir reden?“. Tom sah mich mit seinen braunen Augen an. Ich zögerte,ehe ich ihm antwortete.

_______________________________

Kapitel 44 

 

„Okay“.

Wir gingen rüber in sein Zimmer. „Was war los vorhin?“,fragte Tom mich,nachdem wir uns minutenlang angeschwiegen hatten.

„Tom,ich hab’s satt,dass du mich nich wirklich unterstützt. Immer muss ich gucken,wie wir das in Zukunft machen können…wie wir leben können…“. Mir kamen die Tränen. Tom sah ein wenig verwirrt aus. „Aber ich unterstütz dich doch“. „Achja? Wo denn?! Wie unterstützt du mich?“. „Naja…halt…ich…“. Er sah mir in die Augen. „Vani ich kann das einfach nicht…“. Mein Kopf glühte. „Was kannst du nich,Tom?“. „Eine Familie gründen…ich mein…ich bin gerade mal 19…du 18…wir sind noch viel zu jung…wie soll das weiter gehen?“. „Das weiß ich leider auch nicht…“,flüsterte ich. „Hinzu kommt noch dass ich eine Band habe…das Kind wird so gut wie keinen Vater haben…und außerdem will ich meine Fans nich verlieren…ich bin für die nunmal der Tom,der seine Fans auf dem Hotelzimmer verführt,der auf den großen Macker macht…und jetzt bekommt dieser Tom ein Kind! Das passt einfach nicht…tut mir Leid,Vani“. Platsch,platsch tropften mir die Tränen herunter. „Heißt das,es is aus?“. Tom seufzte. „Kennst du eine bessere Lösung?“. Ich sah ihn noch einmal an,bevor ich aufstand und sein Zimmer und dieses Haus verließ.

 

Und das war nun auch schon wieder einige Wochen her. Fünf um genau zu sein. Das heißt,ich war nun im 8ten Monat.

Ich saß in meinem Zimmer und sah mich um. Dort stand mein Bett und daneben ein kleines Bettchen. Das Babybett. Ein paar Meter weiter stand eine Wickelkomode. Seit 5 Wochen waren die Jungs wieder weg. Und Tom hatte sich nich noch einmal gemeldet oder so. Und in ca. 1 Monat würde ich meinen Sohn zur Welt bringen. Ich kriegte schon jetzt Herzklopfen,wenn ich an die Geburt dachte.

„Na…“. Ich zuckte etwas zusammen,als ich Sue & Holly bemerkte. Die beiden hatten sich ausgesprochen. Sue war nicht mehr sauer auf Holly und alles war gut.

„Hey“. Wir umarmten uns. „Mein Gott…bald platzt du wirklich“,grinste Holly und strich über meinen Bauch. „Ja…ich hab selber schon Angst“,scherzte ich. „In einem Monat is es soweit,oder?“. „Ja…in einem Monat…“,seufzte ich. „Ach komm…das wird schon…“,munterte Sue mich auf. „Echt mal…du hast ja uns“. Holly lächelte mich an. „Oh man…ich bin echt froh,dass ich euch habe“. Wir lächelten uns alle an. „Achja,ich hab den einen blonden Typen da getroffen…mit dem zu unterwegs warst,als wir uns getroffen haben“,erzählte Holly. „Echt? Wo denn?!“. „Irgendwo in der Stadt…er meinte auch,dass er mal vorbei gucken wollte und dass ein Kumpel von ihm in einer Woche ne Party schmeißt“. „Lass mich raten: wir sind eingeladen?!“,grinste ich. „Ja…wir können noch andere mitnehmen,wenn wir wollen“,grinste Holly ebenfalls. Wir sahen zu Sue. „It’s Party-Time“. Wir jubelten. „Aber vorher müssen wir erstmal shoppen gehen“.

 

Nach etlichen Stunden,in denen wir von Laden zu Laden gerannt waren,ruhten wir uns jetzt in einem Café aus. „Boah,meine Füße qualmen“,lachte Holly. „Und bei mir sind die Schuhsohlen durchgebrannt“,jammerte Sue. „Ich kann nich mehr“,japste ich. „Bald biste ja erlöst“,grinste Sue. „Ja…Gott sei Dank“,nickte ich.

 

„Kann ich wirklich so gehen?“. Zum 10ten Mal sah Sue uns zweifelnd an. Wir standen vor der Haustür des besagten Kumpels von Jakob. „Jaahaaa“,sagten Holly & ich schon fast genervt. „Dann rein da!“. Ich drückte auf den Klingelknopf. Wenig später stand ein hochgewachsener,schwarzhaariger Mann vor uns. „Hey…ihr müsst Vani & Holly sein“,begrüßte er uns. „Ja…und Sue“,stellte Holly unsere Freundin vor. „Kommt rein…getränke müssten dahinten irgendwo sein…und Essen is auch genug da“,sagte er und grinste mich an. Ich musste zurück grinsen. Er gefiel mir. Seine schwarzen Haare waren ca. kinnlang und franzig geschnitten. Er hatte blaue Augen und war relativ groß. So ca. 1,90m. „Jetzt komm“. Sue riss mich aus meinen Gedanken.

Wir holten uns was zu trinken und mischten uns dann in die Menge.