Tokio Hotel
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Kapitel 41

Erschöpft kam ich zu Hause an. Ich zog meine Chucks aus und ließ mich im Wohnzimmer auf dem Sofa nieder. Meine Schwester lag auch schon dort. „Und? Wie war’s?“,fragte Steffi mit geschlossenen Augen. Die OP hatte sich anscheinend ganz schön geschlaucht. „Ganz nett“,antwortete ich und machte mich auf dem Sofa breit. Ich plazierte meine Hand auf meinem Bauch,um ja keine Bewegung meines Baby’s zu verpassen. „Hab gehört,wir bekommen männlichen Nachwuchs“. Steffi grinste mich an. „Ja..es wird ein kleiner Bengel“,lächelte ich. Ich zuckte kurz zusammen,als der besagte Bengel wieder einen kräftigen Tritt von sich gab. „Oh man…hoffentlich gehen die restlichen 4 Monate schnell um“,seufzte ich. „Wird’s anstrengend?“,fragte Steffi neugierirg. „Ja…schon irgendwie“. „Warte erstmal ab bis du im 9ten Monat bist“,sagte meine Mutter,die gerade reinkam. Ich seufzte. „Lieber nicht…dann verlange ich einen Rollstuhl“,lachte ich. „Du spinnst doch“,sagte Steffi ebenfalls lachend.

Es verging ein weiterer Monat. Mittlerweile wuchs mein Bauch gigantisch an. Aber das war im Moment meine kleinste Sorge.

Ich saß mit Sue & Simone im Wohnzimmer und wartete darauf,dass es endlich klingelte: heute würden die Jungs zurück kommen! Zumindest für eine Woche.

„Wie soll ich Bill das denn beibringen?“,schniefte Sue. Simone & ich waren nun schon eine halbe Stunde dran,Sue dazu zu bringen Bill endlich die Wahrheit zu sagen. Ich war froh,dass Simone eine so verständnisvolle Mutter war.

Als es klingelte zuckten wir alle zusammen. Scotty kam aus der Küche gesaust und bellte die Tür an. „Scotty aus“,rief Simone und stand auf. Ich war froh,dass ich nicht aufstehen musste. Einige Minuten später kam Simone mit Tom & Bill ins Wohnzimmer. Ich musste lächeln,als ich Tom sah. Ich stützte mich auf der Couch ab und fiel ihm in die Arme. Er drückte mich fest an sich und küsste mich sanft. „Ich hab dich so vermisst,mein Schatz“. „Ich dich auch…“. Wir küssten uns nochmal sanft,bevor wir uns lösten. Bei Sue & Bill fiel das Wiedersehen nicht ganz so emotional aus. Sie uamrmten sich nur kurz. Bevor noch irgendjemand etwas sagen konnte,zog Sue ihren Freund mit nach oben. „Na…was die beiden wohl jetzt machen“,grinste Tom dreckig. Simone und ich sahen uns ein wenig mitleidig an. Wenn der wüsste…!

„Tom,hast du Hunger? Soll ich uns was kochen?“. „Klar…wir sind solange oben“. Tom küsste mich auf die Wange und nahm mich dann mit auf sein Zimmer.

Das erste,was Tom tat,war seine Hand auf meinem Bauch platzieren. „Wir bekommen einen Sohn“,grinste er. „Ich weiß“,lachte ich. „Wow…das ging alles so schnell…die ganzen letzten 6 Monate“. „Ja…schon in 3 Monaten kommt das Baby…“,sagte ich leise. „Du hast immernoch Angst davor,oder?“. Ich nickte und schluckte die Tränen herunter. Tom nahm mich in den Arm. „Ach komm…du schaffst das schon…wovor hast du denn Ansgt?“. „Davor,dass mein Leben dann vorbei is…das ich wie eine alte Hausfrau werden…mit ganz vielen Falten und so…und dass ichd as alles nicht mehr schaffe“. Tom sah mich mit seinen braunen Augen an. „Aber Vani…du bist ne starke Frau…und wir werden dir doch alle helfen…“. Er küsste mich auf die Stirn. Ich nickte. „Wenn du das sagst…“. Er lächelte. „Und jetzt lass essen…ich hab Hunger“,grinste er und küsste mich nochmal.

Zu meiner Verwudnerung saßen auch Sue & Bill am Tisch. Auch Simone staunte nicht schlecht. Aber bei näherem Betrachten sah ich,dass Bill geweint hatte. Seine Augen waren rot und angeschwollen.

Schweigend aßen wir unseren Nudelauflauf. „Schmeckt es euch?“. Simone’s Frage ließ uns zusammenzucken. „Ja…schmeckt sehr lecker,Mum“,sagte Tom ohne den Blick von seinem Bruder und dessen Freundin zu nehmen.

„Mein Gott,Kinder,jetzt sagt schon…was is los?“. Sue und Bill sahen sich kurz an und legten dann ihr Besteck zur Seite. Gespannt sahen Tom und ich zu ihnen herüber. „Wir haben…“,fing Sue an. „Sue hat Schluss gemacht“,fiel Bill ihr ins Wort. Schweigen. „Wieso denn das?“,fragte Tom geschockt. „Weil sie jetzt was von unserem besten Freund will,Tom“,fauchte Bill. „Sie kann doch nichts dafür,wenn ihre Gefühle abkühlen,weil ihr ständig weg seid“,verteidigte ich sie. Nun sah Tom mich ein wenig ängstlich an. „Das is nunmal unser Beruf,Vani“,sagte Bill und ich war verwundert über seine sanfte Tonlage.

„Is doch egal…Fakt is: es is aus“. Damit stand Sue auf und verließ das Haus.

Kaum fiel die Tür ins Schloss brach Bill in Tränen aus. Tom ging zu seinem Bruder und nahm ihn in den Arm. „Bill…das is die dumme Schlampe nicht wert…“. Ich warf Tom einen bösen Blick zu. „Tom!“,sagte nun auch Simone. Obwohl sie gesetzlich keinen Einfluss mehr auf ihren 19-jährigen Sohn hatte,wirkte es noch.

„Ich geh nach Hause…Bill…es tut mir wirklich Leid“,sagte ich noch ebvor ich,wie Sue eben,das Haus verließ.

Weit kam ich allerdings nicht. Am Gartentor stand Sue und weinte bitterlich. „Hey…Sue“. Ich tippte sie an. „Vani…“,schluchzte sie und fiel mir in den Arm. „Komm…wir gehen zu mir nach Hause“.

 
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Kapitel 42

 

In meinem Zimmer setzten wir uns auf’s Bett. Sue heulte sich richtig aus. „Ich kann doch nix dafür,dass ich Bill nicht mehr liebe & mich in Andi verliebt hab“,schluchzte sie. Ich rieb über ihren Rücken. „Das sagt doch auch niemand“. Sie sah mich böse an. Ich hielt es dann für klüger,zu schweigen.

 

Zu sechst saßen wir dann am Abend in einer Disco in der VIP-Ecke.

Wir 6,das waren Holly,Andi,Georg,Gustav,Tom & ich.

„Wo is Bill,Tom?“,fragte Georg. “Zu Hause…er hatte keine Lust mitzukommen”,erklärte Tom kurz. Anscheinend war er nicht sauer auf Andi,was ich ihm sehr hoich anrechnete. Schließlich konnte Andi nichts dafür und er war ja auch nicht in Sue,sondern in Holly verliebt. Die beiden saßen schon Arm in Arm auf dem Sofa. „Dann is Sue wohl bei ihm“. Gustav dachte logisch. „Nee…die beiden sind kein Paar mehr“. Erstaunte Blicke trafen Tom und mich. „Was guckt ihr so? Wir haben nix damit zu tun“,verteidigte ich Tom und mich. „Und jetzt seid ihr 2 zusammen?“,fragte Georg nun an Holly & Andi gerichtet. Die beiden nickten glücklich und küssten sich. „Glückwunsch…darauf trinken wir…ich hol uns eben was“. Damit stand Georg auf und holte für alle was. Für mich gab’s Cola. „Dann auf Holly und Andi“. Wir stießen an. Bevor das neue Pärchen ihr Getränkt ranken,küssten sie sich nochmal.

„Die beiden sind wirklich süß“,flüsterte Tom in mein Ohr. Ich nickte. „Ja.hoffentlich hält das lange“. „Ja…genau so lange wie mit uns“. Ich lächelte Tom an.

„Jetzt hört doch mal auf hier rumzukuscheln,Mensch“,scherzte Georg. „Komm,Georg,wir kuscheln jetzt auch“. Gustav lachte los. Georg’s geschockter Blick brachte ihn allerdings noch mehr zum lachen. „Gustav du Schwuchtel“. Wir lachten. „War doch nur Spaß man“,grinste er,nachdem er sich wieder gefangen hatte. Ich holte tief Luft. Lachen war mittlerweile anstrenger als ich vermutet hatte. „Alles ok,Vani?“. Besorgt sah Andi mich an. „Jaja…nur mein Herz rast wie verrückt“. Der besorgte Blick blieb. „Man! Es is alles oke“,grinste ich. Jetzt sah Andi schon viel sorgenfreier aus. Das Tom mich trotzdem noch mit Argusaugen beobachtete ignorierte ich gekonnt.

 

Ein paar Stunden später fuhren wir wieder nach Hause. Ich rief kurz meine Mum an und gab ihr Bescheid,dass ich bei Tom schlafen würde.

„Kommst du ins Bett,Schatz?“. Tom lehnte sich aus seinem Bett um mich sehen zu können,da ich im Flur stand um noch mit meiner Mum telefoniert hatte. „Ja,Tom“,lachte ich. Ich schloss die Tür hinter mir und legte mich zu ihm. Ein kräftiger Tritt von unserem Sohn ließ mich zusammen zucken. „Mein Gott…es is Schlafenszeit“,stöhnte ich. Tom sah mich misstrauisch an. „Ach wirklich?“. Ich sah ihn böse an. „Dein Sohn tritt mich…“. Tom kniete sich vor meinen Bauch und tat so,als würde vor ihm ein kleiner Junge stehen. „Hör mal du kleiner Racker…jetzt is aber Schluss hier…nich der Mama weh tun“. Ich musste lachen. „Er wird garantiert nicht auf dich hören,Tom“. Tom sah mich mit seinem Teddyblick an. „Och mennooo…“. Er grinste und legte sich wieder neben mich. Er nahm mich in den Arm und küsste sanft meine Stirn. „Ich liebe dich,mein Engel“,flüsterte er. Ich sah zu ihm hoch und küsste ihn zärtlich. „Ich dich auch…“. Er lächelte mich an und zog mich noch ein Stück mehr zu sich. Ich atmete tief ein um seinen Duft riechen zu können. Zufrieden schloss ich meine Augen und kuschelte mich an ihn. Tom’s Hand wanderte zu meinem Bauch und strich sanft über ihn. Unter seinen sanften Berührungen schlief ich schließlich ein.

 

Ein lauter Donner ließ mich aufschrecken. Angestrengt versuchte ich in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Ein Blitz erhellte den Raum und ermöglichte es mir so,dass ich kurz etwas sehen konnte. Tom lag neben mir und schlief. Ich stand leise auf und ging auf seinen Balkon. Dass es in Strömen regnete störte mich nicht. Ich lehnte mich über das Geländer und sah auf das Feld hinaus. Wieder krachte es ordentlich. Ein bläulich-weißer Blitz folgte. Ich sog die Luft ein. Es roch nach dieser typsischen Gewitter-Regen-Luft. Mein Schlaf-Shirt war inzwischen schon ziemlich durchnässt. Ich sah nochmal über das Feld und ging wieder rein. Ich zog mein Shirt aus bevor ich mich wieder zu Tom legte. Zitternd zog ich die Decke über mich und verfiel in einen unruhigen Schlaf.