Tokio Hotel
Gratis bloggen bei
myblog.de

Startseite
Zur Story
Gästebuch
Archiv
Abonnieren
WICHTIG!
Design by

Kapitel 39

Am nächsten Tag wurde ich schon früh von meiner Mutter geweckt. „Warum weckst du mich?“,knurrte ich sauer. „Weil ich gerne mit dir zum Arzt möchte…wegen dem Baby“. Ich seufzte. „Also gut…ich komme gleich runter“. Mum nickte und verließ mein Zimmer. Ich stöhnte einmal ins Kissen und stand dann schließlich auf.

„Wir können“,seufzte ich noch völlig müde und gähnte,als ich die Küche betrat. „Gut…steig schonmal ein,ich schreibe Steffi noch kurz einen Zettel“. Ich nickte,nahm die Autoschlüssel und setzte mich auf den Beifahrersitz.

Kurz drauf kam meine Mutter.

Beim Arzt saß ich recht nervös auf der Behandlungsliege. Die Ärztin kam rein. „Ah…Familie Malek…schön,Sie zu sehen…wie geht’s Ihnen?“,fragte sie und gab uns beiden die Hand. „Gut soweit“,antwortete ich. Mum stimmte zu. „Das is schön…so…dann wollen wir mal gucken,was der oder die kleine Muckel da macht“. Die Ärztin schien sehr gute Laune zu haben. Und die steckte an.

Sie machte einen Ultraschall und sah sich den Bildschirm ganz genau an. „Ja,Frau Malek…wir können schon ganz deutlich jetzt sehen,was es wird…wollen Sie es wissen?“. Unsicher sah ich zu meiner Mutter. Sie nickte mir lächelnd zu. „Ja…bitte“,sagte ich leise. Ich schluckte. „Herzlichen Glückwunsch…es wird ein Junge“. Ich atmete auf. Ich würde einen Sohn bekommen!

Die weiteren Untersuchungen hörte ich kaum noch hin. Ich brannte darauf,Tom zu erzählen,dass er einen Sohn bekommen würde.

Das tat ich auch gleich zu Hause. Ich wählte einfach mal irgendeine Nummer,die nach Tokio Hotel aussah. „Ja…“. Ich erkannte die Stimme gleich. Es war Gustav’s. „Gustav! Ich werde einen Sohn bekommen“,rief ich erfreut. „Echt? Das is geil…warte,ich gebe dir gleich mal Tom“. „Vani…was is los? Was is passiert? Geht’s dir gut?“. „Tom,wir bekommen einen Sohn“,sagte ich hoen auf seine Fragen einzugehen. „Geeeeil…Bill! Es wird ein Junge“. Ich hörte im Hintergrund,wie Bill sich freute. „Als ob ein Mädchen ein Weltuntergang wäre“,grinste ich. „Nein,aber Mädchen spielen kein Fußball,Mädchen rlüpsen nicht,Mädchen furzen nicht,Mädchen sind viel zu brav“. „Na…ich bin mir sicher,dass unser Kind,egal was es letzendlich werden wird,rülpsen lernt…spätestens wenn es sprechen lernt“,lachte ich. Tom stimmte mit ein. „Nagut…Schatz,ich muss weiter…wir telefonieren…ich liebe dich“. „Ich dich auch,Tom“. Wir legten auf.

Aber lange blieb ich nicht allein,da standen Sue und ein rothaariges Mädchen vor mir,die mir irgendwie bekannt vorkam. „Hey Vani…darf ich vorstellen: Holly! Holly,das is Vani“. Wie ein Geistesblitz fiel es mir wieder ein. Holly,die ich damals zusammen mit Jakob in der Bahn getroffen hatte. „Ja…wir kennen uns schon,Sue“,grinste ich. Auch Holly grinste sie an. Die Verblüffung sah man Sue reglich an. „Ihr kennt euch?“. Kichern derzählten Holly und ich ihr die Geschichte.

„Achsooo…naja…wie auch immer: wollen wir ins Café?“. Sue sah uns fragend an. „Klar…gerne“.

Wir waren kaum in der Innenstadt,da standen aufeinmal drei Mädchen vor mir. „Kriegen wir ein Autogramm…du bist doch die Freundin von Tom,oder?“.

Kapitel 40

 

Wir bestellten uns jeder ein Spaghetti-Eis mit Kaffee. Während die Bedienung wieder abdackelte,tauschten wir Mädels neuste Neuigkeiten aus. Natürlich blieb auch das Thema Baby nicht aus. „Gibt’s eigentlich irgendwas neues von dem Baby?“,fragte Sue interessiert. Ich grinste. „Es wird ein Junge“. Sue blickte enttäuscht drein. „Und ich wollte doch mit der kleinen zum Tanzen und alles…“. Sie sah aus wie ein kleines Kind. Ich musste lachen. „Die Jungs freuen sich riesig“,teilte ich ihr mit. „Ja…kein Wunder…die bringen dem kleinen Pupser bestimmt als erstes Rülpsen,furzen,spucken und Weiber aufreißen bei“,frotzelte Sue. Ich lachte. „Sue! Ich werd schon dafür sorgen,dass es nicht soweit kommt“,beruhigte ich sie. Jetzt musste sie aber auch lächeln. „Na dann…“. „Habt ihr schon Namen überlegt?“. Holly sah mich fragend an. „Nein…dazu fehlte bis jetzt die Zeit…“. „Ich fänd Andi voll schön“,schwärmte Sue. Ich seufzte. Jetzt bestand wohl kein Zweifel mehr: Sue hatte sich in Andi verguckt.

Und wie der Teufel es will kam dieser auch direkt ins Café geschlendert. „Hallo ihr 3 hübschen“,grinste er und umarmte uns alle. „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sohn übrigens“,grinste er mich dann an und deutete auf meinen Bauch. Ich seufzte. „Tom oder Bill?“,fragte ich dann,weil es klar war,dass nur diese beiden sofort Andi anrufen würden. „Beide…aber eigentlich mehr Tom…is ja sein Sohn“. Ich nickte. Andi bestellte sich sein Getränk,als unsere gerade kamen.

Schon bald waren wir vier in ein tiefes Gespräch vertieft. Dass Holly & Andi sich dabei angeregt unterhielten entging auch Sue nicht. Ich seufzte laut. Was sollte das nur werden?! Offensichtlich hatten Holly & Andi einen Draht zueinander gefunden und Sue hatte die Gefühle für Bill verloren und dafür für Andi welche entwickelt. Wie sollte man diese Situation regeln?

„Mädels…ich muss wieder…hab meiner Mum versprochen,im Laden zuhelfen…man sieht sich“. Er drückte Holly einen kleinen Kuss auf die Wange und ging dann. „Ich werd dann auch mal“,seufzte Sue geknickt. Holly lächelte noch etwas verträumt. Wir bezahlten und gingen dann. An einer Kreuzung trennten sich dann Holly’s und unsere Wege. Ich umarmte Holly. Sue ging einfach weiter. „Hab ich irgendetwas falsch gemacht?“. Holly sah mich traurig an. Ich sah hinter Sue her. „Nein…nicht direkt…sie hat sich halt auch in Andi verguckt und jetzt kommst du…und schnappst ihn dir weg“. „Aber sie is doch mi…“. „Ja,aber anscheinend liebt sie ihn nicht mehr…und man kann es ihr nicht verübeln“. „Liebst du Tom etwa auch nicht mehr?“. „Doch…sehr…aber sie sind nunmal selten da und das belastet eine Beziehung…ich war ja auch für kurze Zeit nicht mehr mit Tom zusammen…“. Sie nickte. „Sag ihr,dass es mir Leid tut,Vani. Bis bald“. Wir umarmten uns nochmal kurz,dann lief ich hinter Sue her,die schon ein ganzes Stück entfernt war.

„Scheinst dich ja prächtig mit Holly zu verstehen“,knurrte Sue sauer. „Sue…jetzt komm mal wieder runter“. „Ich soll runterkommen?! Deiner besten Freundin wird die große Liebe vor der Nase weggeschnappt und du umarmst diese Beziehungskillerin auch noch“. „Große Liebe? Ich dachte,du liebst Bill“. „Nicht mehr…die Luft is einfach raus…und ständig is er weg und alles…“. Sue traten die Tränen in die Augen. „Ich weiß doch auch nicht weiter…“,sagte sie leise. Ich ging zu ihr und umarmte sie liebevoll. Nun standen wir da,Arm in Arm auf der Straße.