Tokio Hotel
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Kapitel 37

Als ich aufwachte befanden wir uns bereit’s im Auto. „Morgen“,gähnte ich. „Morgen“,kam es lachend von den anderen zurück. „Na? Gut geschlafen?“. Gustav sah mich zwinkernd an. „Joah…doch“,antwortete ich und gähnte noch einmal. Ich schreckte etwas zusammen,als mein Handy klingelte. „Mum,was is?“. Genervt ging ich ran. „Vani,Gott sei Dank,du bist da. Komm schnell nach Hause,Steffi liegt im Krankenhaus“. „Was? Was is passiert?“. „Sie hatte einen Autounfall…wann kannst du kommen?“. Mum klang aufgeregt. „Keine Ahnung…ich versuch,so schnell wie möglich“. Damit legten wir auf. „Was is los?“,fragte Tom. „Steffi hatte einen Unfall…David,kannst du mich zum nächsten Bahnhof bringen?“. „Ja…klar…“. „Arme Steffi…hoffentlich geht’s dem Baby gut“,sagte Bill nachdenklich. Wir stimmten ihm zu.

Am Bahnhof verabschiedete ich mich kurz und stieg dann in den nächsten Zug,der Richtung Magdeburg ging.

Nachdem ich noch 3 mal umsteigen musste kam ich endlich an.

Ich nahm mir ne Taxe und fuhr damit direkt zum Krankenhaus,wo ich auch schon meine Mutter antraf,die gerade telefonierte. „Mein Gott,Paul! Sie ist deine Tochter…genau wie Valentina…ab und zu darfst du dir ruhig Sorgen um sie machen“. Dann steckte sie ihr Handy weg. „Vani…da bist du ja“. Sie schloss mich in ihre Arme. „Warum müsst ihr mir nur solche Sorgen bereiten?“.

Zusammen gingen wir hoch und warteten,bis der Arzt rauskam,was er dan wenig später auch schon tat.

„Sie können jetzt rein…aber erwarten Sie nicht zuviel…sie ist ziemlich verstört“. Wir nickten und gingen dann leise rein.

Steffi sah furchtbar aus. Ihr Gesicht hatte sämtliche blaue Flecken und Kratzer,ihre Augen waren verheult. Ein Blicketausch mit meiner Mutter sagte mir,dass sie das selbte dachte: Steffi hatte ihr Baby verloren!

„Steffi“,sagte Mum mitfühlend und fasste nach ihrer Hand. „Mum…“,erwiderte Steffi schwach. „Ich habe mein Baby verloren,Mum“. Steffi brach wieder in Tränen aus. Mum nahm sie liebevoll in den Arm. Ich kam mir richtig fehl am Platz vor. „Ich…ich geh mal raus“,murmelte ich und verließ das Zimmer und das Krankenhaus.

Zu Fuß ging ich zu Sue rüber. Als sie die Tür öffnete,fiel sie mir schreiend um den Hals. „Vaniiiii…du bist wieder da“. Ich erwiderte die Umarmung kurz,aber meine Begeisterung hielt sich zurück. „Is irgendwas?“,fragte sie auch gleich. „Steffi hatte einen Unfall und hat ihr Kind verloren“. „Oh Gott…die Arme…“. Sie nahm mich in Arm. „Geht’s ihr denn sonst gut?“. Ich nickte. „Glaube schon…“.

Wir gingen hoch in ihr Zimmer und setzten uns auf’s Bett.

„Weißt du…ich komme mir jetzt vor wie eine Verräterin“. „Vani…das is doch Quatsch…du kannst doch nichts dafür,dass es so gekommen is“. Sie legte einen Arm um meine Schulter. „Trotzdem…“. „Vani! Jetzt mach dir keinen Kopf…Steffi wird sich genau so wie wir anderen über dein Baby freuen…“. Ich seufzte. „Wahrscheinlich hast du Recht“. Und meine Laune steigerte sich,als ich wieder einen Tritt von meinem Baby vernahm. „Es hat schon wieder getreten…Sue! Mein Baby tritt“. Es versetzte mich jedesmal in Freude,wenn es trat. Sue legte ihre Hand auf meinen Bauch und als es nochmals trat grinste sie breit. „Na…Muttergefühle?“. Ich sah sie an und nickte dann lächelnd. Wir nahmen uns in den Arm. „Meine kleine süße Vani wird Mama…ich kann’s nicht glauben…wann is es eigentlich soweit“. Ich überlegte kurz. „In 4 Monaten…“,antwortete ich dann. „Also im Oktober?“. „Richtig“.

„Bäh…es is warm“,jammerte ich und nahm mir ein Heft um mir damit Luft zu zu wedeln. „Wollen wir ins Freibad? Können ja Andi fragen,ob er mit mag“. „Klar…gerne…hauptsache kühl“. Wir lachten. „Wir überaschen ihn eifnach und bestellen ihn an den Eichenbaum auf der Wiese da…im Freibad“. Gesagt – getan.

„Du hast nicht zufällig n Bikini für mich,oder?“,fragte ich Sue. „Doch,klar…“. Sie gab mir einen und packten dann alles zusammen.

„Ich glaube,ich sage noch kurz meiner Mutter Bescheid“,sagte ich mit leichten Gewissensbissen. Aber als ich sie anrief und ihr alles erklärte,hatte sie Verständnis dafür. Sie sagte mir auch,dass Steffi heute abend wieder nach Hause könne. Einersetis freute mich das,aber andererseits auch nicht. Wie würde Steffi reagieren?

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Kapiel 38

 

„Kommst du?“. Sue riss mich aus meinen Gedanken. „Klar…“. Ich packte mein Handy weg und ging dann mit ihr zum Auto.

Am Freibad angekommen schlenderten wir zum besagten Baum und machten es uns dort gemütlich. Wir zogen uns schnell um,legten uns nebeneinander & schlossen die Augen.

„Oh mein Gott…is das etwa meine kleine,dicke,süße Vani?“. Ich blinzelte etwas. Vor mir stand Andi und grinste mich an. „Andi“,quietschte ich freudig und sprang ihm in die Arme. Er drückte mich fest an sich. „Seit wann bist du hier?“,fragte er. „Mein Baby tritt seit neustem! Andi! Es tritt! Und es fühlt sich unheimlich geil an“. Mit mega Augen sah ich ihn an. „Schön…und seit wann bist du nun hier?“. Lachend boxte ich ihn leicht. „Nein,freut mich…ich darf ja mal“. Schon hatte ich seine Hand auf meinem Bauch,aber leider trat es gerade jetzt nicht. „Später bestimmt mal“,grinste ich ihn an.

„Wollen wir dann mal ins Wasser ich schmelze richtig“. Ich sah sie beiden an. „Erstmal einschmieren! Vani,umdrehen“. Ich legte mich auf den Bauch und ließ mich dann von Andi schmieren. Genüsslich schloss ich meine Augen und ließ es mir gut gehen. „Jetzt keinen Orgasmus kriegen,Vani“,scherzte Andi. „Ooooh…Andi…aah“,stöhnte ich gespielt los. „Nicht hier,Leute“,beschwerte Sue sich lachend.

„Oke,ab ins Wasser“,rief Andi,als alle eingecremt waren.

Wer zuerst im Wasser landete,war quasi schon vorprogrammiert: ich! Andi hob mich leicht an und schmiss mich ins Wasser. Mit einem spitzen Schrei fiel ich ins Wasser. „Du bist doof“,rief ich ihm zu als ich wieder auftauchte. Er lachte und sprang hinterher.

 

Nachdem wir noch eine Weile im Wasser waren,legten wir uns wieder auf die Wiese. „Boah…ich hab Hunger“,jammerte ich und rieb über meinen Bauch. „Oke…ich hol Pommes…du auch,Sue?“. Andi sah sie fragend an. „Ja,gerne“. Sie lächelten sich kurz an. Als Andi weg war,sah Sue ihm verträumt hinterher. „Er is toll,oder?“,schwärmte sie. „Sue?! Du bist mit Bill zusammen“,erinnerte ich sie etwas geschockt. „Ja ich weiß…aber irgendwie…“. Sue sah traurig zum Wasser. Mein Blick wanderte auf die Uhr. „Du…ich muss los…mal gucken,wie es Steffi geht…wir hören,ja? Und sag Andi,dass ich ihn lieb hab“. Damit umarmte ich Sue,drückte ihr noch einen Kuss auf die Wange und verschwand dann.

 

Zuhause angekommen hörte ich Stimmen im Wohnzimmer. „Bin wieder da“,rief ich leise. „Vani…komm rein“. Ich folgte den Worten meiner Mutter und ging ins Wohnzimmer.

Steffi lag auf dem Sofa und elend aus. „Steffi…“. Ich setzte mich zu ihr auf den Sofarand und nahm ihre Hand. „Vani..es is alles okay…ich freue mich für dich und Tom…wegen dem Baby & so“. Ich sah sie ungläubig an. „Wirklich“. In Steffi’s Augen glitzerten die Tänen. „Ich gehe lieber hoch…gute Besserung“. Ich gab ihr einen Kuss und ging dann hoch. Als ich meine Tür schließen wollte,hörte ich Steffi unten aufschluchzen. Es tat mir so Leid…

 

Ich setzte mich auf mein Bett und wählte Tom’s Nummer in meinem Telefon.

„Ja?“. Er klang ziemlich gestresst. „Tom…ich bin’s…Va…Vani“. „Vani mein Schatz…wie geht’s dir?! Wir haben uns schon Sorgen gemacht“. Ich berichtete ihm kurz von meinem Tag. „Das is schön,dass es Steffi besser geht…das mit dem Kind is natürlich ragisch…sag ihr,dass es mir Leid tut…wie geht’s denn unserem Baby?“. Ich strich über meinen Bauch. „Ja…ich denke gut…ich tritt jedenfalls fleißig“,sagte ich lächelnd. „Sicher? Vielleicht tritt es ja,weil es uns sagen will,dass mit ihm was nicht in Ordnung is…“. Es war ja schon süß,wie er sich da Sorgen machte. „Nein…es wird alles in Ordnung sein…glaube mir,Tom“. Ich schickte ihm einen Kuss durch’s Telefon,den er erwiderte. „Du fehlst mir“,sagte ich traurig. „Du mir auch,Vani…ich freu mich,wenn wir bald wiederkommen für ein Wochenende“. Ich wurde hellhörig. „Welches Wochenende wird es sein?“,fragte ich gleich. „Ich denke mal,in einem Monat…dann haben wir die Hälfte der Tour hinter uns“.

Wir redeten noch ein bisschen,dann legten wir auf.