Tokio Hotel
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Kapitel 23

 

Am nächsten Morgen wachte ich alleine auf. Ich stand auf und durchsuchte das Haus. Weder Simone,noch Tom,noch Bill,noch Gordon waren zuhause. Nicht einmal Scotty,der Hund der Kaulitze,waren da.

Verwundert zog ich mich an und fuhr mit dem Bus nach Hause.

Als ich dort die Küche betrat,traf ich auf Steffi die sich gerade eine Kopfschmerztablette einwarf. „Steffi..du sollst während der Schwangerschaft möglichst wenig Medikamente schlucken,das weißt du doch“,ermahnte ich sie ärgerlich. Sie warf mir nur einen schlecht gelaunten Blick zu. „ich soll dir von Pap…Paul sagen,dass er dir trotz des Streits viel Glück wünscht und alles…aber du sollst ihn nicht anrufen oder so…er möchte keinen Kontakt mehr“. Ich sah sie einen Moment lang an. „Soll mir recht sein…ich hatte ja schon vorher keinen wirklichen Kontakt mehr zu ihm“. Damit nahm ich mir die Cola aus dem Kühlschrank und trank aus der Flasche. „Erstens sollst du nicht aus der Flasche trinken und 2tens: keine Cola in der Schwangerschaft“. Diesmal war es Steffi,die mich ermahnen musste. Schuldbewusst stellte ich die Cola zurück und tauschte sie gegen Milch aus.

„Ich gehe mal was spazieren“,sagte ich dann zu Steffi,schnappte mir meinen Schlüssel und verließ das Haus.

Ich schlug den Felweg ein. Links & rechts neben mir wuchs Weizenkorn. Ich ließ meine Finger über das Korn wandern. Sie kitzelten und ich musste etwas lachen. Vor mir ging gerade die Sonne auf. Ein leichter Wind wehte und umspielte meine Haare,die heute mal total untoupiert & glatt waren und mir fast bis zum Hintern reichten.

Als ich ein ganzes Stück weit gegangen war,ließ ich mich einfach im Korn nieder und legte mich hin. Ich starrte in den Himmel,der strahlend blau war und vereinzelnd waren Wölkchen zu sehen. Es war nahezu perfekt. Mein Leben allerdings war alles andere als perfekt. Ich war schwanger & meinen Freund schien es nicht sonderlich zu intressieren. Ich fing an zu singen.

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Kapitel 24 

„Warum kann’s nicht perfekt sein?

So wie in einem Liebeslied. Oder so wie im Film sein,
wo der Boy vor dem Mädchen kniet?
Und ihre Hand nimmt und,
ihr ganz tief in die Augen blickt.
Einfach alles stimmt -
nichts an dem wirkt ungeschickt.
Kerzen brennen und Champagner steht bereit,
doch so ist es niemals in Wirklichkeit.

Warum kann’s nicht perfekt sein?
Schau, der Himmel ist sternenklar.
Schenk uns noch ein Glas Sekt ein,
wenn das grad keine Sternschnuppe war.
Doch wir wünschen uns nichts,
weil wir so glücklich sind.
Nichts hat jetzt mehr Gewicht.
Die Liebe macht uns für alles um uns blind.
Und das Radio spielt einen Song von Barry Manilow,
doch leider ist’s im Leben niemals so.

“Oh, Mandy. Die kleine Candy-Mandy…”

Warum kann’s nicht perfekt sein?
Ist das denn schon zu viel verlangt?
Warum kann’s nicht perfekt sein?
Warum haben wir schon wieder gezankt?
Warum denk’ ich an Sex,
wenn du grad romantisch bist?
Du sprichst von deinem Ex,
wenn’s grad nicht so ratsam ist.
Und im Radio spielen sie ein Lied von Klaus & Klaus,
doch sogar das hält unsre Liebe aus“.

Plötzlich sah ich Tom auf mich zu kommen. Er sah besorgt aus,als er mir seine Hand hinhielt und mich hochzog. „Denn du nimmst meine Hand und küsst mich,
und mir wird klar ganz plötzlich.
Er war immer da, ich hab’s nur nicht gecheckt,
denn ganz genau dieser Moment, er ist perfekt.“

Als ich fertig gesungen hatte,zog Tom mich zu sich und küsste mich sanft. „Vani,das tut mir Leid mit gestern…Bill hat mir vorhin die Augen geöffnet…ich hab,glaub ich,noch gar nicht richtig realisiert,dass wir Eltern werden…“. Er sah mir tief in die Augen. Ich wandte meinen Blick kurz ab und sah dann wieder zu ihm. „Is okay…“,sagte ich dann und umarmte ihn. Er erwiderte die Umarmung und küsste mich nochmal sanft. „Ich liebe dich“. Wieso kann’s nicht perfekt sein?! Es ist perfekt!