Tokio Hotel
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Kapitel 9

 

Ich musste wohl doch irgendwann eingeschlafen sein,denn ich wurde irgendwann von meiner Mutter geweckt. „Tom,wach auf! Vani liegt im Krankenhaus!“. Schlagartig sprang ich aus dem Bett und schlüpfte in irgendwelche Klamotten. „Können wir hinfahren?!“,fragte ich dann meine Mutter. „Natürlich…komm. Bill & Sue sind schon im Auto“. Ich runzelte die Stirn. Hatte sie Bill & Sue gesagt? Hatte Sue etwa hier übernachtet? Naja,war ja auch egal.

Am Krankenhaus angekommen sprangen wir raus und stürmten sofort rein. Meine Mutter erkundigte sich nach Vani und ließ sich die Zimmernummer sagen. Als sie alle Infos hatte kam sie zu Sue,Bill & mir. „Okay…Vani liegt noch auf der Intensiv-Station. 2ter Stock“,erklärte Mum uns.

Wir suchten das entsprechende Zimmer,wo wir auch schon Vani’s Mutter & Steffi,Vani’s ältere Schwester,fanden. „Hallo Frau Malek“. Meine Mum hielt Frau Malek die Hand hin. Sie kannten sich zwar schon,aber war ja auch egal. „Und? Wie sieht’s mit ihr aus?“,fragte Sue,nachdem sie Steffi umarmt hatte. Die beiden kannten sich noch von früher. „Naja…sie hatte einen Autounfall und eine Alkoholvergiftung“,erklärte Frau Malek traurig. „Scheiße…was is denn passiert,beim Autounfall?!“. „Sie wurde angefahren…von einem kleinen Lieferwagen…sie hat zwei Rippen gebrochen,eine heftige Gehirnerschütterung…und…“. Ihre Mutter schluchzte auf. „Und innere Blutungen in der Gebärmutter“. Mir wurde schlagartig anders. Unser Baby!

Wir waren alle ganz still,als endlich der Arzt rauskam. Er sah ernst aus. „Guten Tag zusammen“,sagte er und blickte in die Runde. Wir schwiegen alle,nickten aber kurz. „Also gut…also sie hat überlebt…liegt aber im Koma…wir konnten die Blutungen stoppen und die Rippen soweit stützen…ihren Magen haben wir auch ausgepumpt…das einzige,was wir nicht sagen können,ist wie es um ihr Baby steht…“. Ich musste schlucken. „Dürfen wir zu ihr rein?!“,fragte Steffi schließlich. „Ja…aber bitte immer nur 2 Personen…“. Damit wünschte er uns einen schönen Tag und ging weg. Zuerst gingen Steffi und ihre Mutter rein.

Sie kamen nach einer Viertelstunde wieder raus. Danach gingen Sue & ich rein.

Das Bild war erschreckend. Vani war noch blasser als sie sonst schon war. Sie war an sämtliche Schläuche und Maschienen angeschlossen. Eine davon gab ihren unregelmäßigen Herzschlag wieder. Ihre schwarze Schminke war wohl weggeschminkt worden. Es waren nur noch gräuliche Spuren auf ihren Wangen zu sehen. An ihren Händen klebte noch Blut. Es war ein grausames Bild. „Oh Gott“,stieß auch Sue geschockt aus. Ich nickte nur zustimmend und setzte mich an Vani’s Seite. Ihre Augen waren geschlossen und es sah aus,als wenn sie schliefe. Sanft strich ich über ihre Hand. „Meinst du mit dem Baby is was?!“,fragte ich mit Tränen in den Augen. Zum ersten Mal hatte ich ernsthafte Sorgen und mein Baby. Was wäre,wenn sie es verlieren würde? Würde ich dann auch den Kontakt zu Vani verlieren? Das wollte ich ja auf gar keinen Fall! „Ich will’s nicht hoffen…sie wäre eine so gute Mutter…und ihr zusammen wärt natürlich spitzen Eltern…“,sagte Sue mit einem leichten Lächeln. „Mhm…ich würde so gerne mit Vani wieder zusammen sein…jetzt noch wegen dem Baby…ich liebe sie eben doch noch“,sagte ich leise. Sue sah mich sanft lächelnd an. „Ihr gehört einfach zusammen…ihr seid sooo ein Traumpaar“. Ich lächelte müde. Wer weiß,ob wir je wieder ein Paar sein würden.

Abends fuhren wir wieder heim. Sue fuhr komischerweise schon wieder mit uns.

Bevor Bill’s,Sue’s und meine Wege sich vor unseren Zimmern trennten,wollte ich es unbedingt wissen. „Sagt mal,seid ihr zusammen?!“. Erschrocken sahen Sue und mein Bruder mich an. Betreten sah Sue auf den Boden. „Ja…sind wir…“. Ich machte große Augen. Ich hatte es zwar geahnt,aber…! „Wielange schon?!“,war meine nächste Frage. „Ungefähr ein halbes Jahr“. Meine Augen wurden noch größer. „Warum habt ihr denn nichts gesagt?“,fragte ich etwas enttäuscht. „Naja…wir dachten,es sei euch nicht recht“,antwortete Bill. Ich schüttelte den Kopf. Plötzlich packte mich blinde Wut. „Aber schön dass ihr damit rausrückt,wenn Vani so ne Scheiße passiert“,knurrte ichwütend. „Tom,du bist selber an dieser Sache Schuld! Schließlich hat sie sich wahrscheinlich zugesoffen,weil DU mit Janin rumgevögelt hast auf der Party“,sagte Bill sauer. Dann nahm er Sue an die Hand und verschwand mit ihr in seinem Zimmer. Ich ging ebenfalls in mein Zimmer & knallte die Tür hinter mir zu.

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Kapitel 10 

Die Nacht war schrecklich.

Um 5 Uhr hielt ich es nicht mehr aus. Ich zog mich an und fuhr mit meinem Auto zum Krankenhaus. Zum Glück ließen die mich da noch rein. Promi-Bonus eben.

 

Leise schlich ich mich in Vani’s Zimmer. Wieder dieses unausstehliche Piepen,aber das war mir jetzt einigermaßen egal. Ich schob Vani vorsichtig ein Stück zur Seite und legte mich neben sie. Ich schloss meine Arme um sie und strich sanft über ihren Kopf. Unter Tränen schlief ich endlich ein.

 

Als ich am nächsten Morgen meine Augen öffnete,hatte ich wahnsinnige Kopfschmerzen und das Gefühl,einen Tinitus zu haben,aber das lag wohl am Herzschlagdings. Ich sah neben mich. Dort lag dieses wunderschöne Mädchen. Mutter meines ungeborenen Kindes. Ich hoffte,sie würde bald aufwachen.

Die Tür öffnete sich und eine Krankenschwester kam rein. „So…hier ist Ihr Frühstück,Herr Kaulitz“,sagte sie und stellte mir ein Tablett hin. Verblüfft bedankte ich mich und fing an,nachdem sie gegangen war,an dem Brot herum zu knabbern.

„Na…schmeckt’s?!“. Ich erstarrte und lauschte dem Hustenanfall der von hinten kam. Ich drehte mich um und fegte dabei das ganze Tablett von meinem Schoß,aber das war mir jetzt egal. Ich sah in ein müdes und erschöpftes Augenpaar. „Vani…du lebst“,sagte ich fassungslos. „Grausam,näh?!“,erwiderte sie schwach. „Spinnst du?! Nein! Das is toll...oh Gott…wir haben uns solche Sorgen gemacht…was machst du denn für Sachen?!“. Es sprudelte nur so aus mir raus. Doch sie winkte nur ab. „Halb so wild“. Ich strich über ihre Hand,die sie direkt wegzog. „Was soll das Tom?! Verarsch mich nicht“,fauchte sie. Erschrocken sah ich sie an. „Vani…das tut mir so Leid…ich war besoffen und dann war diese Janine da aufeinmal…und…“,stotterte ich.

 

*** Vani ***

 

Mit Hundeaugen sah er mich an. „Versuch’ dich nicht rauszureden,Tom Kaulitz“,sagte ich und schloss meine Augen,weil dieses ganze Weiß in diesem Raum mich blendete und Kopfschmerzen verusachte. „Vani bitte…es war ein Ausrutscher…ich liebe dich doch…“. Mit einem Schlag machte ich meine Augen wieder auf und sah ihn an. „Du liebst mich?!“. „Ja…du hats mir die letzten zwei Wochen wahnsinnig gefehlt,Vani! Bitte! Du bist mein & alles und ich liebe dich…ich liebe dich so sehr…und das Baby auch…auch wenn’s noch nicht da is und eigentlich auch nicht da sein darf…ich will mit dir zusammen dieses Baby großziehen…gib’ mir bitte noch eine Chance!“. Ich war wirklich überwältigt. Dass Tom so offen seine Gefühle zeigen konnte…! Das er Gefühle hatte wusste ich schon immer,auch wenn die Presse ihm oft ein anderes Image aufdrückte. Seine engsten Freunde & Verwandten wussten,dass er nicht so war. Aber das er SO sein KONNTE wusste ich bisher noch nicht. „Also gut…aber nur,weil ich dich auch liebe,Tom“. Er fing an zu lächeln und beugte sich zu mir runter. „Danke“,hauchte er und küsste mich sanft. „Sind wir jetzt also zu dritt!?“,fragte er sicherheitshalber noch mal nach. Ich lächelte und nickte. Er fing an zu strahlen und küsste mich nochmal. Dann wanderte seine Hand auf meinen Bauch. „Hoffentlich is alles okay mit dem Baby“,sagte er besorgt. Ich sah ihn fragend an. „Naja…die Ärzte waren sich nicht ganz sicher,ob das baby nicht vielleicht etwas abbekommen hat“,sagte Tom. Geschockt sah ich auf meinen Bauch. Sollte ich vielleicht mein eigenes,ungeborenes Baby getötet haben?!

„Hey…das wird schon“,sagte Tom und strich mir zuversichtlich über den Arm. „Sollen wir den Ärzten nicht allmählich Bescheid sagen,dass du aufgewacht bist?!“,fragte er noch hinterher. Ich zuckte bloß mit den Schultern. Tom drückte daraufhin den Rufknopf und schon kamen 2 Ärzte rein. „Oh…Sie sind ja wach,Vani“,sagte einer der Ärzte überrascht. Ich nickte nur. „Wie fühlen Sie sich denn?!“. Er setzte sich auf die Bettkante. „Ging schon besser. Was is mit meinem Baby?“. „Naja…wir wissen nicht,ob es Schaden genommen hat,aber da Sie so schnell zu sich gekommen sind,schätze ich mal,wird es ihm soweit gut gehen,ich sag Ihnen aber nochmal Bescheid“. Erleichterung fiel über mich. Meinem Baby ging’s gut! Tom lächelte mich glücklich an.

„Gut…dann lasse ich Sie jetzt alleine…ich denke,in ca. 3 Tagen können Sie nach Hause…bis dahin strengste Bettruhe!“,sagte er mit einem Blick zu Tom.

Dann ging er mit dem anderen Azrt raus.

„Unserem Kind geht’ gut“,wiederholte Tom überglücklich. „Ja…“,stimmte ich ihm zu. Er strich weiter über meinen Bauch.