Tokio Hotel
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Kapitel 5:

Zwei Wochen später saßen Tom und ich im Wartezimmer der besten Frauenärztin von Magdeburg. Tom trommelte nervös mit Fingern auf seinem Bein herum. „Meinst du es is alles okay?!“,fragte Tom mich inzwischen zum bestimmt 8ten Mal. Ich stöhnte. „Ja,Tom,es wird alles okay sein“,flüsterte ich dann zurück. Musste ja nicht gleich jeder mitbekommen.

„Vani Malek,bitte“,sagte eine Sprechstundenhilfe und sah sich suchend im Wartezimmer um. Tom und ich erhoben uns und folgten ihr ins Behandlungszimmer.

Die Ärztin schien Tom unter seiner Tarnung nicht zu erkennen,denn sie gab mir die Hand und sah Tom nur fragend an. „So…Sie sind also schwanger und wollen jetzt eine ganz normale Kontrolle?!“,fragte die Ärztin und sah mich prüfend an. Ich nickte. „Gut…dann bitte ich Sie,Ihr Oberteil auszuziehen“. Ich sah wie Tom zu grinsen begann. Als ich mein T-shirt über den Kopf zog,hingen Toms Blicke förmlich an meinem Körper. Ich legte mich auf diese Liege und ließ alles über mich ergehen.

„Ja…wunderbar…da is alles in Ordnung...sie sind ca. mitte des 2ten Monats“,sagte sie zufrieden. Tom starrte auf den Bildschirm,auf dem mein Bauch Inneres angezeigt wurde. „Noch ist Ihr Kind ein winzig kleiner Punkt,aber schon bald wird mehr zu sehen sein“. Tom und ich mussten lächeln. Als wir uns ansahen und registrierten,dass der heweils andere lächelte,schauten wir schnell weg.

„Hab ich doch gesagt,dass da alles in Ordnung is“,schimpfte ich während wir auf dem Weg zur Bushaltestelle waren. „Ja…is ja gut…wollen wir zu Mecces?!“,fragte Tom um das Thema zu wechseln. „Ja…ich hab eh Hunger“,stimmte ich immernoch grimmig zu.

Als wir unser Essen hatten suchten wir uns ein relativ stilles Plätzchen,in der Hoffnung,hier keinen Fans zu begegnen. Natürlich verschonte man uns hier nicht von Fans. Schon bald bildete sich eine große Menschentraube um unseren Tisch. Mir wurde ganz schlecht von dem ganzen Gekreische und Gerede. „Tom,lass uns gehen,mir is schlecht“. Ich sah ihn bittend an. „Ja…moment…gleich“,rief er zu mir rüber und widmete sich dann wieder seinen Fans. Ich spürte,wie sich der BigMc,die Pommes,die Cola und der McFlurry auf dem Weg nach oben machten. Ich wollte aufstehen und zur Toilette rennen,aber die Fans ließen mich nicht durch. „MAN! DARF ICH HIER MAL DURCH…ICH MUSS KOTZEN!“,schrie ich laut,doch da war es schon zu spät. Ich spuckte den Inhalt meines Magens irgendeinem Fan vor die Füße. Geschockt und angeekelt machten sie sich aus dem Staub. Tom kam besorgt zu mir. „Ey…was los?!“,fragte er. „Zuviel gegessen“,log ich. Dass das wohl auch and er Schwangerschaft lag musste ich ihm ja wohl HIER nicht sagen. „Lass nach Hause fahren“,sagte er dann. Ich nickte und nahm meine Tasche. Vorne sagten wir noch Bescheid,was passiert war und fuhren dann.

Vor meiner Haustür hielt Tom seinen Wagen. „So…fand ich toll,dass wir uns heute mal nich gestritten haben“,grinste er. „Ja…ganz meine Meinung…naja…ich geh dann mal rein…bis dann,Tom“. Damit stieg ich aus und hüpfte zum Haus.

Meine Mutter saß schon mit erwartender Miene im Wohnzimmer. „Und?! Wie war’s?!“,fragte sie vorsichtig,als rechnete sie damit,dass ich jetzt entweder in Tränen ausbrechen würde oder vor Wut das Haus zusammen schreien würde. Okay,wahrscheinlich berechtigt,so wie ich manchmal drauf war.

„Gut…es war sogar sehr gut…wir haben uns nicht gestritten oder so und waren hinterher sogar bei Mecces…da hab ich den Fans vor die Füße gekotzt,damit die endlich mal wissen,was ich von ihnen halte“,sprudelte es aus mir raus. Die Gesichtszüge meiner Mutter entspannten sich und sie lächelte mich an. „Na also…“,sagte sie dann. „Achja,dein Vater hat übrigens angerufen…es würde ihn freuen,wenn du ihn zurück rufen würdest“,sagte meine Mum dann noch und widmete sich wieder dem Fernseher. Geknickt sah ich sie an. Ich mochte meinen Vater nicht. Seit meine Eltern geschieden waren hatte ich kaum Kontakt zu ihm,da er mit seiner neuen Frau und meiner älteren Schwester Steffi damals auf die Malediven gezogen war. „Muss ich?!“,fragte ich nochmal gequält. „Du weißt was ich von Paul halte,aber ab und zu würde ich mich doch mal melden…er is dein Vater“. Meine Mutter sah mich durchdringlich an. Mit einem „nicht wirklich“ brummelte ich in mein Zimmer und wählte seine Nummer.

„Masia Malek“. Grrr…ich hasste diese Stimme…und die Frau,zu der sie gehörte. „Vani hier,gib mir mal bitte meinen Vater“,sagte ich ziemlich schlecht gelaunt. „Vaniiiiiiii“,kreischte die Frau mit ihrer quietschigen Stimme los. „Ja,immernoch…darf ich jetzt Paul sprechen?!“,fragte ich noch genervte als vorher. „Hallo Töchterchen“,vernahm ich dann auch schon die Stimme meines „Vaters“. „Hey Paul“. „Ach nenn mich nicht Paul…“,sagte er direkt etwas geknickt. Ich seufzte. „Was wolltest du vorhin von mir? Mum sagte,du hast angerufen“. „Ja…Masia,Steffi und ich kommen in drei Tagen vorbei und wollten dich zum Essen einladen…wir wollten auch endlich mal unseren Schwiegersohn Thomas kennen lernen“,erklärte Paul. In mir machte sich Panik breit. Ich konnte doch nicht Tom als Schwiegersohn ausgeben…erstens würde er Paul überhaupt nicht gefallen und zweitens war er nichtmal mehr ihr Schwiegersohn. Andererseits musste ich ihnen dann wohl auch sagen,dass ich schwanger war und wenn ich dann keinen perfekten Papi oder überhaupt keinen Papi vorweisen konnte,würde es mächtig Ärger geben. „Vanessa? Noch da?!“. „Ja…klar…also in 3 Tagen kommt ihr?“,fragte ich nochmal nach. „Ja…du…ich muss auflegen…Masia will ins Bett…bis in drei Tagen“. Aufgelegt. Wütend legte ich das Telefon weg. Wen sollte ich denn nun als ‚Schwiegersohn’ vorstellen?! Bill?! Nein! Tom?! Nein! Gustav?! Ja! Gustav war meine letzte Chance. Ich wählte schnell seine Nummer und flehte dass er da war. „Franzi hier“. Seine Schwester. „Hey Franzi,hier ist Vani…ist Gustav da?!“,fragte ich hastig. „Klar…momentchen“. Sie rief nach ihrem „kleinen“ Bruder,der trotz seiner 1,73m ‚größer’ war als seine ältere Schwester. „Hey Vani…schön,dass du dich meldest“,kam ein gutgelaunter Gustav an. „Gustav,du musst mir helfen! Du musst dich in drei Tagen als mein Freund und Vater meines Kindes ausgeben!“. Fuck! Ihm & Georg hatte ich ja noch gar nichts davon erzählt. „Was?! Du bist schwanger?!“,kam auch prompt die Frage von dem anderen Ende der Leitung. „Ja“,antwortete ich zerknirscht. „Oh man…krass…von Tom,oder?!“. Ich bejahte. „Wow…aber ihr seid nicht wieder zusammen?!“. Ich verneinte. „Mhm…tut mir Leid,Vani,aber…nein…dass kann ich nicht machen…tut mir Leid“. Deprimiert verabschiedete ich mich von ihm. Na toll…wenn Gustav so reagierte,würde Georg sich genau so anstellten. Trotzdem rief ich ihn an,um zufragen,wie’s ihm ging.

Als ich auch bei ihm keinen Erfolg hatte und mir eine Moralpredigt über Schwangerschaften in meinem Alter anhören musste,wählte ich Toms Nummer. „Vani?! Alles okay bei dir?! Is irgendwas?!“,fragte er total besorgt & süß. „Ich brauche dich in drei Tagen. Mein Vater & seine komische Frau wollen dich kennen lernen“. Stille. „Ähm…aber wir…wir sind doch gar nicht mehr zusammen“,sagte Tom. „Ach nee…das weiß ich auch,aber ich brauche dich nur für diesen Abend…danach zischen die wahrscheinlich wieder ab“,bettelte ich. Tom seufzte. „Also gut…“. Wir besprachen noch alles weiter und ich konnte endlich beruhigt auflegen.

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Kapitel 6

Am nächsten Morgen stand ich erst sehr spät auf. Mir fuhr ein Schrecken durch die Knochen als ich sah,dass es bereits nach 16 Uhr waren.

Verpeilt tapste ich nach unten wo mich gleich der nächste Schrecken erwartete. Dort saß Tom und plauderte mit meiner Mutter. „Morgen“,murmelte ich,auch wenn ich am liebsten wieder nach oben verschwunden wäre. Was machte dieser verdammt heiße Typ hier?! „Oh…morgen Vani“,sagte Tom lächelnd. „Guten Morgen“,sagte auch meine Mutter. „Was machst du hier?!“,fragte ich Tom etwas gespielt genervt,damit er nicht merkte,dass ich mich wahnsinnig freute. „Ich wollte dich fragen,ob du Bock hast,dich mit Bill,Gustav,Georg,Andi und Sue zu treffen…so’n kleines Treffen halt“,antwortete Tom. „Und dafür kommst du her?!“,fragte ich misstrauisch. „Naja…es is schon so spät und wir wollten halt ne kleine Party steigen lassen…also es kommen noch mehr Leute…und die Party steigt bei Andi“,erklärte Tom weiter. „Soso…ein kleines Treffen also?!“,fragte ich grinsend. Er musste auch grinsen. „Okay…ich mach mich eben fertig…könnte aber etwas dauern“,sagte ich und verschwand wieder nach oben,um mir hektisch irgendwelche Klamotten rauszusuchen,die ich eh wieder weglegen würde und gegen andere ersetzen würde.

Als ich schließlich 2 Stunden später herunterkam starrte Tom mich an. Ich trug einen kurzen Rock,mit Franzen,dazu schwarz-weiße „Strümpfe“ die bis zu meinen Oberschenkel reichten. Dazu schwarze Chucks und ein trägerloses Top. Meine langen schwarzen Haare mit dem türkisen Pony und den gleichfarbigen Strähnen hatte ich wie immer toupiert. Da sie relativ lang waren fielen die meisten über meine Brust oder auf meinen Rücken. Tom’s Blicke klebten förmlich an mir. Mit einem etwas peinlich-berührtem Husten erweckte ich ihn aus seinen Träumen. Sofort sah er mir in die Augen und grinste mich verpeilt an. „Können wir?!“,fragte er und räusperte sich. „Ja…let’s go“,sagte ich zu ihm.

 

Vor Andis Haus angekommen musste ich lachen. Vor dem Haus von Andi standen mindestens 20 Roller und 6-7 Autos. „Was lachst du?!“,fragte Tom mich irretiert und leicht verunsichert. „Besteht dieses kleine Treffen zufllig aus ca. 100 Leuten?!“,fragte ich lachend. Tom lachte beruhigt mit. „Ja…komisch,nich?!“. Wir sahen uns an und mussten wieder lachen. Es tat so gut. Wie gerne würde ich wieder mit ihm zusammen sein. Keiner von uns machte Anstalten auszusteigen.

Schließlich stiegen wir aber doch aus. Als ich gerade losgehen wollte,zog Tom mich zu sich und küsste mich sanft! Er öffnete seine Lippen einen Spalt und machte damit gleichzeitig meinen Mund auf. Ich verspürte seinen heißen Atem. Ich schloss meine Augen und verfiel ganz in dem Kuss,der leider viel zu schnell zu enden drohte. Tom löste seine Lippen von meinen und ging zur Haustür.

Ich lehnte mich an sein Auto. Mir war total schwindelig. Warum küsste er mich?! Ich schloss meine Augen und ließ den Kuss revue passieren. Es war zu schön gewesen.

 

„Ahhh…Vani!“. Kreischend kam Sue auf mich zu. Sie brachte eine ordentlich Fahne des Alkohols mit sich,als sie mir um den Hals sprang. „Aber für disch…keinen Alohol…heudäää“,lallte sie. Ich schüttelte bloß den Kopf. Suchend sah ich mich um,ob ich Tom hier irgendwo finden würde,aber er schien vom Erdboden verschluckt. Aber dann entdeckte ich Andi,Gustav,Bill & Georg. In der Hoffnung,dass Tom auch bei ihnen saß schlenderte ich rüber. „Hey Vani…da bist du ja“,begrüßte mich Gustav und umarmte mich direkt. Ich machte einmal die Runde und umarmte die übrigen drei Männer. „Wo is denn Tom geblieben?!“,fragte ich,so uninteressiert wie möglich zu klingen. Auf anhieb fingen die vier an zu grinsen. „Was is?!“. Ich wurde etwas nervös. „Keine Ahnung wo der is“,antwortete Georg dann schließlich. „Ich hol uns mal was zu trinken“,sagte Bill,stand auf und verschwand zu den Getränken. Da Bill weg war,konnte ich mich ja auf seinen Platz setzen,was ich dann auch tat. „Und? Wie geht’s?!“,fragte Georg mich mit einem Blick auf meinen Bauch. „Bestens und euch?!“,antwortete ich,während ich Ausschau nach Tom hielt. „Auch…“,antworteten alle gleichzeitig. Wir mussten lachen.

 

*** Tom ***

Es vergingen Stunden,in denen ich darüber nachdachte,wieso ich Vani geküsst hatte. Okay,der Grund war einfach der,dass ich sie noch immer liebte…aber wieso küsste ich sie vor einer Party?! Ich konnte mir keinen Grund nennen,darum beließ ich es einfach dabei.

 *** Vani ***

Den Rest der Party verbrachte ich dann beid den Jungs,die mich anschließend auch nach Hause brachten.