Tokio Hotel
Gratis bloggen bei
myblog.de

Startseite
Zur Story
Gästebuch
Archiv
Abonnieren
WICHTIG!
Design by

Kapitel 3

 

Auf dem Weg zur Bushaltestelle überlegten Sue & ich,was wir jetzt machen sollten. „Mhm…vielleicht zu Andi?!“,schlug ich vor. „Willst du es ihm dann auch direkt erzählen?!“,fragte Sue verwundert. „Er is einer unserer besten Freunde…meinst du nicht,dass er es erfahren sollte?!“. Sie überlegte kurz und stimmte mir kurz zu.

„Also?! Warum seid ihr hier?!“. Der hellblonde,große,schlanke,junge Mann saß gegenüber von Sue & mir auf dem Boden,da wir auf dem Bett saßen. „Ich bin schwanger“,platzte es aus mir raus. Allmählich hatte ich Übung sowas zu sagen. Andi starrte mich entgeistert an. „Is heute der 1.4. oder is das wahr?!“,fragte er ungläubig. „Nein,heute ist der 25.3.,mein Lieber“,sagte Sue. „Und ja,das is wahr,ich bin schwanger!“,sagte ich noch deutlicher. „Oh man…weiß To…“. „Nein,weiß er nicht,weil sich der Arsch seit 2 Wochen nicht gemeldet hat und einfach so Schluss gemacht hat und er wird es noch erfahren wenn er Glück hat!“,schrie ich plötzlich. Erschrocken sahen Sue & Andi mich an. „Okay,okay…ganz ruhig,Vani“,sagte Andi beschwichtigend. „Und…naja…was willst du jetzt machen?!“,fragte er vorsichtig weiter und setzte sich neben mich. „Keine Ahnung“. Ich ließ den Kopf hängen,damit man die aufkommenden Tränen nicht sah. Aber sie tropften bereits ganz hinterhältig auf meine schwarze Jeans-Hose. Andi hob mein Gesicht an und wischte mir die Tränen weg. „Wir helfen dir,okay?!“,sagte er dann aufmunternd. Ich nickte und lehnte meinen Kopf an seine Schulter.

Die nächsten Tage waren der blanke Horrer. Ich lag die ganze Zeit auf meinem Bett und versuchte es dem imaginären Tom (= mein Teddybär von früher) beizubringen,dass ich schwanger war und der Gesichtsausdruck hatte wirklich Ähnlichkeit mit dem Gesicht,dass Tom ziehen würde,wenn er es erfuhr.

Ich schreckte auf,als mein Handy vibrierte und „Grauer Panther“ von den toten Hosen abspielte. Ich hatte also eine SMS bekommen. Aha. „Von: Tom“ stand dort. Ich starrte mein Handy an. Sollte ich sie öffnen?! Ich würde es sowieso früher oder später tun,von daher öffnete ich sie gleich.

„Komm um 16 Uhr zu mir“.

Wow…richtig emotional seine erste SMS seit zwei Wochen. Stinkwütend legte ich mein Handy weg. 16 Uhr. Na toll. Jetzt musste ich mich noch fertig machen um mich dann zu Mr. Kaulitz zu hetzen,nur weil er es um 16 Uhr wollte. Halt! Hatte ich gerade „…fertig machen…“ gedacht?! Ich könnte ja ganz schlabberig und ungestylt zu ihm gehen…war ja bloß mein Ex. Mein Ex,den ich noch so sehr liebte. Seufzend gab ich den Kampf gegen mich selber auf und schlufte ins Bad,um mich fertig zu machen.

Genau so zitternd und herzklopfend wie vor 4 Tagen stand ich nun vor Tom’s Haustür und klingelte,nachdem ich mir zum 10ten Mal einen Fluchtplan überlegt hatte. Ich könnte js um die Ecke in den Garten und dann…!

„Da bist du ja…kommt rein!“. Ein wenig begeisterter Tom riss mich aus meinen Gedanken. Ich folgte ihm ins Haus und ging mit ihm in sein Zimmer. Wie in alten Zeiten setzte er sich auf’s Bett,bot mir aber den Stuhl an. „Also,falls du ne neue Chance bei mir willst,vergiss es…ich liebe dich nicht mehr,es is Aus und Vor…“. „Ich bin schwanger,Tom“,platzte ich dazwischen. Er wurde schlagartig blass. „Sagd as nochmal…nein,lieber nicht“. „Aber es is nich von mir,oder?!“,fuhr er direkt fort. „Natürlich nicht,ich wollte es einfach nur meinem scheiß Ex erzählen,weil’s ihn am meisten angeht…natürlich is es von dir“. Ich verdrehte die Augen. Männer…! „Fuck…FUCK“,schrie er. „Du kannst mich doch jetzt nicht zum Vater machen,Vani“. „Meinst du,ich hab mir das so ausgedacht und vorgestellt?! Ich will auch noch kein Kind…schon gar nicht von einem Kerl,der mich nicht liebt“. Sauer sah ich ihn an. Er sah mich etwas traurig an. „Ich glaube,es is besser,wenn du jetzt gehst“,sagte er dann tonlos. „Ja…und uzwar zu Bill…der ist wenigstens nicht so gefühlskalt wie du“,sagte ich immernoch wütend und stampfte rüber zu Bill.

Ohne anzuklopfen stürmte ich in sein Zimmer.

„Vani!“,sagte er freudig und sprang mir um den Hals. „Hey Bill“. Er sah mich kurz mitleidig an,als er meine Tränen bemerkte. Ich war zu einer Heulsuse mutiert. „Was is los?!“.

„Sie is schwanger!“. Tom kam reingeplatzt und sah mich vorwurfsvoll an. Bill sah zu mir und direkt auf meinen Bauch. „Wirklich?!“,fragte Bill. Ich nickte resigniert. Danke Tom,ich wollte es ihm eigentlich anders sagen…EIGENTLICH! Wah,ich hasste ihn. Okay,okay,ich hasste ihn,weil ich ihn liebte. I hate that I love you…! „Das is doch toll…“,sagte Bill. Wahnsinn,er hatte den gleichen Optimismus wie Sue. „Toll?!”,fragten Tom und ich gleichzeitig und ungläubig. „Ja…ich meine…dann kommt ihr bestimmt wieder zusammen“,fuhr Bill irretiert fort. Ich lachte auf. „Nein! Mit so einem egoistischem Arsch sicher nicht“,fauchte ich dann. „Nein danke,mit so einer Zicke doch nicht“. Tom funkelte mich böse an. „Ich bin nicht zickig!“,sagte ich sauer. „Neeein,natürlich nicht“,erwiderte Tom ironisch. „Vani! Tom! Streitet euch draußen weiter!“. Damit schob Bill uns auf seinen Balkon und schloss uns aus.

__________________________________

Kapitel 4

 

„Ey! Lass mich sofort rein! Diese Kampfzicke wird mich sicher noch zerkratzen“,schrie Tom verzweifelt. „Halt die Fresse!“,schrie ich ihn an. „Ach,sei doch mal leise,man“. Wir starrten uns gegenseitig wütend an. Ich merkte einen kurzen stechenden Schmerz in meinem Unterleib und verzog schmerzverzehrt das Gesicht. Sofort wurde Tom besorgt. „Alles in Ordnung,Vani?!“,fragte er und legte seine Hand auf meine Schulter. „FASS MICH NICHT AN“,brüllte ich hysterisch. Erschrocken zog Tom seine Hand zurück. „Dann eben nicht,Zicke“. Beleidigt drehte er sich um. „Du willst das Baby nicht,also brauchst du dir auch keine Sorgen machen,kapiert?!“,fauchte ich ihn wieder an. „BILL MACH SOFORT DIE TÜR AUF ODER ICH SCHREIE WEITER HIER SO RUM UND ERZÄHLE ALLEN,DASS DU…“. Sofort ging die Tür auf. Anscheinend war in den letzten zwei Wochen was peinliches passiert.

Tom und ich gingen rein,sahen uns nochmal böse an und setzten uns dann auf Bill’s Bett. „Okay…wievielte Woche bist du?!“,fragte Bill mich ganz sachlich. „5te oder 6te“,antwortete ich kurz & knapp. „Und es kommt wirklich kein anderer in Frage?!“. Drohend sah ich ihn an. „Okay,okay,Tom is der Vater…wollt ihr es behalten?!“. „Ja!“. „Nein!“. Aussage gegen Aussage. „Okay…letzendlich is es deine Entscheidung,Vani,und wenn du sagst: das Baby bleibt,dann bleibt es“.

*** Bill ***

Es war spät abends. Vani war schon gegangen. Ich hatte sie & Tom auseinander nehmen müssen,damit sie sich nicht gegenseitig sie Augen auskratzten.

Ich lag in meinem Bett und las mir einen Fanbrief durch,als Tom reinkam.

„Hey Bruderherz“,sagte er niedergeschlagen. „Du bist so ein Idiot,weißt du das?!“,sagte ich sofort zu ihm. „Weil ich mit Vani Schluss gemacht hab?“. Ich nickte. „Ja…ich weiß“,seufzte Tom und sah traurig zum Balkon. „Man…du hast dir doch vorhin voll Sorgen gemacht,als sie sich so plötzlich an den Bauch gefasst hat“. Tom sah erschrocken zu mir. „Du hast das gesehen?!“. „Das hätte jeder gesehen…wirklich! Man Tom,du liebst Vani doch…warum tust du ihr und dir das an?!“,fragte ich ihn verzweifelt. Ich weiß gar nicht,wie oft ich ihm diese Frage seit der Trennung der beiden gestellt hatte. „Ja…verdammt…ja ich liebe sie noch…aber ich kann nicht Band & Freundin gleichzeitig haben…und schon gar nicht ein Kind…Bill,dass geht nicht“. Verzeifelt sah Tom mich an. Er tat mir so Leid. „Ach…aber es geht,dass du ihr erst das Herz brichst,dich dann zwei verdammte Wochen lang nicht meldest und sie behandelst wie Luft und jetzt auch noch mit der Schwangerschaftssache alleine lässt?“. „Nein…ich weiß doch dass das falsch is…aber wenn ich jetzt nachgebe is das doch voll schwuchtelhaft“. Ich verdrehte die Augen. „Tooom…kannst du nicht EINMAL…nur EINMAL dein ‚ich bin ja ach so cool’-Image ablegen und auf dein Herz hören,falls es noch nicht ganz eingegangen is?“. Bittend sah ich meinen Bruder an. Er senkte seinen Kopf. „Okay,okay,ich rede morgen mit ihr“,sagte er dann. Zufrieden grinste ich ihn an.

*** Vani ***

Als ich am nächsten Morgen aufwachte kam diese berühmt-berüchtigte Übelkeit auf. Ich peste in Bad und hielt mich kotzbereit,aber es kam nichts.

Ich tapste runter in die Küche wo meine Mutter saß. „Morgen Schatz…na?! Übel?“,fragte sie grinsend. Ich nickte niedergeschlagen. „Hier…trink’ was Wasser…dann geht es vielleicht besser“. Sie reichte mir ein Glas Wasser. Eigentlich hasste ich Wasser am Morgen,aber diesmal half es wirklich.

Ich ließ mich auf einen Stuhl fallen. „Hast du nochmal mit Tom geredet?!“,fragte Mum mich. „Ja…aber wir haben uns bloß wieder gezofft…wir werden nie wieder zusammen kommen“,sagte ich traurig. Meine Mutter seufzte. „Das tut mir so Leid,mein Schatz“,sagte sie mitfühlend. Ich nickte. „Ja…mir auch…“.

Als ich fertig gefrühstückt hatte,ging ich in mein Zimmer und schmiss mich auf mein Bett. Nun war ich schwanger,hatte keine Ausbildung und mein Freund war weg. Wie tief war ich gesunken?!

„Hey Vani“. Ich schreckte hoch. Bill stand im Raum und grinste mich an. „Na du“,sagte ich und lächelte müde. Er setzte sich zu mir und legte seine Hand auf meinen Bauch. „Mhm…schon Wahnsinn,dass Tom und du jetzt Eltern werdet“,sagte er nachdenklich. „Ja…aber wir werden keine Eltern in dem Sinne,sondern einfach nur ein Kind,was bei der Mutter aufwächst,von dem er zufällig der Vater is“,sagt ich brummelig. Bill sah mich etwa traurig an. „Es wäre zu toll,wenn ihr wieder zusammen kommen würdet“,seufzte er. „Ja…ich fände es auch toll…vor allem jetzt wo ich schwanger bin…aber nein…Mr. Kaulitz will ja nicht“. „Mhm…das wird bestimmt wieder was…“,meinte Bill zuversichtlich. Wir umarmten uns. Es tat gut mal wieder von einer vertrauten Person umarmt zu werden.