Tokio Hotel
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Zusammen allein

Verzweifelt starrte ich aus dem Fenster des Badezimmers.

Vor zwei Wochen hatte ich mit meinem Freund Tom Schluss gemacht. Bzw. er mit mir. Er hätte durch den ganzen Stress die Gefühle für mich verloren. Tss,nach 2 Jahren Beziehung einfach so weg die Gefühle. Nur wegen dieser scheiß Band „Tokio Hotel“. Alles war in einem riesen Streit geendet und er war einfach türezuknallend aus meinem Zimmer gelaufen. Das war wie gesagt zwei Wochen her und seitdem hatte er sich weder gemeldet noch sonst irgendwas getan. Nur bei mir hatte sich was getan…ich hatte gemerkt,dass ich schwanger war!

Okay,ich hatte es vor ca. 5 Minuten gemerkt. Der scheiß Test war noch in meiner Hand und er dachte auch nicht daran,sich doch in „nicht schwanger“ umzuändern. Mir kamen die Tränen hoch. Jetzt steckte ich richtig tief in der Scheiße: 18,schwanger,Single & arbeitslos.

Es klopfte wer an. „Vani?! Bist du da drin?!“. Es war meine Mutter. „Nein!“,schniefte ich. Meine Mutter klopfte fester. „Mach mal bitte auf!“. Seufzend stand ich auf und schloss auf. Meine Mutter sah mich sanft an. „Und? Was sagt der Test?!“. Ich zeigte ihr ihn. „Ohje…und jetzt?!“. „Man! Was weiß denn ich?!“,rief ich stinkig. Sie nahm mich in Arm. „Mein Mädchen wird Mama“,murmelte sie. Ich atmete tief ein & aus. Ich wollte es irgendwie nicht glauben. „Wir schaffen das,okay?!“. Meine Muutter strich mir die Tränen weg. Ich nickte. Ich war froh,sie als Mutter zu haben.

Es war schon spät als ich in meinem Zimmer saß und zum Telefon griff und Lohny’s Nummer wählte. Lohny war meine beste Freundin. Wir kannten uns seit wir Baby’s waren.

„Hey Vani“,sagte sie direkt. „Hey Sue“,sagte ich unmotiviert. „Und?! Was sagt der Test?!“. Wieso stellten alle dieselbe Frage?! „Schwanger“. „Was?! Nein…shit…aber irgendwie is das toll“,sprudelte Sue los. Ich verzog gequält mein Gesicht. Nur Sue konnte in einer solchen Situation so positiv bleiben. „Tja…jetzt bin ich schwanger & Single…mein Ex wird sich null dafür intressieren…keiner wird sich dafür intressieren“. Ich schluchzte los. „Ich komm rüber“. Sue legte auf und kurze Zeit später klingelte es.

Sie kam reingestürmt und nahm mich direkt in den Arm. „Ach komm…du wirst bestimmt ein ganz wunderschönes Kind zur Welt bringen“,sagte sie aufmunternd. Ich seufzte nur. Wie gesagt: Sue war positive Energie pur! „Weiß Tom schon davon?“. Ich schüttelte den Kopf. „Den Mistkerl erreicht kein normaler Mensch mehr…wahrscheinlich muss man dafür Reporter,Fan oder sonst irgendwas besonderes sein“,sagte ich missmutig. „Aber du bist der besonderste Mensch in seinem Leben…du bist seine schwangere Ex“,sagte Sue überzeugt. „Und ich glaube trotzdem fest daran,dass er dich liebt…“,fuhr sie fort. Resigniert ließ ich meinen Kopf hängen. „Vielleicht solltest du mal zu seiner Mutter und ihr das mit dem Baby erzählen…vielleicht kommst du durch sie an Tom ran“,sagte Sue und strich mir über den Arm. Ich nickte. „Das wird das beste sein…kommst du mit morgen?!“. „Klar…“. Dankbar sah ich sie an.

Am nächsten Tag stand Sue pünktlich um 14:30 Uhr vor der Tür. „Können wir?!“,fragte sie grinsend. Mir wurde ganz schlecht. Aber ich wusste in dem Moment nicht ob das an der Schwangerschaft lag oder daran,dass ich Tom’s und Bill’s,welcher mein bester Freund war,von der Schwangerschaft erzählen musste. „Na komm…das wird schon nicht so wild“,sagte Sue und griff nach meiner Hand.

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Kapitel 2

Mein Herz klopfte bis zum Hals und meine Hand zitterte,als wir aus dem Bus,der nach Loitsche fuhr,ausstiegen und vor der Tür der Kaulitze standen. Vor dem Törchen des Vorgartens standen ein paar weibliche Fans,die neugierig rüberstarrten. Missmutig sah ich zu ihnen rüber. Wie gerne wäre ich jetzt bloß ein Fan?! „Los,klingel schon“,riss meine beste Freundin mich aus meinen Fluchtgedanken. Ich nickte stumm und drückte den Klingelknopf.

Scotty’s Gebell ertönte und kurz darauf kam ein roter Wuschelkopf zum Vorschein. „Oh…hallo Vani…hallo Sue“,sagte Frau Kaulitz etwas verwirrt,da sie zumind. mich seit ca. 2 Wochen nicht mehr gesehen hatte und sie sich wohl denken konnte,dass Schluss war. „Können wir kurz mit Ihnen reden?!“,fragte ich schüchtern. „Natürlich…kommt rein“,sagte sie freundlich und machte die Tür weiter auf.

Wir gingen in die Küche. „Irgendwas trinken?!“,fragte Tom’s Mutter und sah uns fragend an. Wir schüttelten den Kopf. „Okay…also…was gibt’s?!“. Sie setzte sich zu uns. Nervös krallte ich meine Finger in Scotty’s Fell,sodass er kurz aufjaulte. Schnell zog ich meine Hände wieder zu mir. Scotty zog beleidigt davon. „Naja…also…Tom hat ja vor 2 Wochen Schluss gemacht…und naja…das wäre nicht weiter…“. Ich stockte kurz. Oh doch,es war schlimm. „Naja,es is schon schlimm für mich…aber ich bin nicht mehr alleine“,sagte ich und sah Frau Kaulitz an. Sie lächelte etwas verwirrt. „Vani…das freut’ mich für mich…dass du einen neuen Freund hast…aber wieso erzählst du mir das?!“. Ich seufzte. „Nein nein,ich habe keinen neuen Freund…ich bin schwanger!“.

Geschockt sah Frau Kaulitz mich an. „Wie jetzt?! Wievielte Woche?“. „Das weiß ich leider noch nicht,aber ich schätze mal 5te oder 6te Woche“,sagte ich. Sie nickte und atmete tief durch. „Und?! Was willst du machen?! Behalten oder abtreiben?!“. Ich seufzte erneut. Es war inzwischen meine Lieblingsbeschäftigung. „Ich weiß es noch nicht…“. Sie nickte wieder. „Weiß es Tom schon?!“. Ich biss mir auf die Lippe. „Genau das is das Problem…er hat ja Schluss gemacht und sich dann nicht mehr gemeldet,Frau Kaulitz“,sagte ich,den Tränen nahe. „Ja…ich habe auch nicht so ganz verstanden wieso er Schluss gemacht hat…ihr wart ein süßes Paar…ihr könnt mich übrigens Simone nennen“,sagte sie lächelnd. „Okay…danke“,sagte ich mit einem gezwungen Lächeln. Auch Sue lächelte Simone an. Simone war eine coole Mutter. „Soll ich vielleicht mal versuchen,Tom dazu zu bringen,mit dir zu reden?!“,fragte Simone dann. Ich sah zu Sue. „Ich weiß nicht…wenn er nicht mit mir reden will,kann ich nichts dagegen tun…es muss von ihm kommen,finde ich“,antwortete ich Simone dann. „Mhm…pass auf,die vier kommen in..ich glaube,4 Tagen wieder…dann kannst du ja nochmal vorbei schauen…und ich bequatsche ihn bis dahin ein bisschen…dass er zumindest mal mit dir redet“,bot sie mir an. „Ja…okay…irgendwann muss er ja von diesem Monster hier erfahren“,sagte ich und zeigte auf meinen Bauch,der schon in kurzer Zeit zu einer Megakugel anwachsen würde.

Wir standen auf und gingen zur Tür. „Ach komm…es wird schon nicht so schlimm werden“,sagte Simone zwinkernd. „Alles klar…dann bis die Tage,Simone“,sagte ich und reichte ihr die Hand.